
Zutaten
1. Teig
400 g Butter
225 g Frischkäse
1 gut gehäufter TL Salz
frischer, gehackter Dill
60 g gehackte Zwiebeln
1/2 TL roter Pfefferkörner2. Teig
500 g Eier
100 ml Milch
100 ml Weißwein3. Teig
1 Kilo Mehl
1 Päckchen Backpulver
600 g Käse
200 g grüne Oliven,
entkernt und halbiert
100 g Putenschaufschnitt,
in Streifen geschnitten
Tante René aus Argostoli tischte letzten Sommer anlässlich unseres jährlichen Besuches richtig auf. Allerdings strichen wir nach Tiropites, Kaninchen in Hasensauce mit Reis, Gemüse und Käsebrot, einer Moussetorte und dem anschließenden Zimtkuchen die Segel, weigerten uns, auch nur einen weiteren Bissen zu essen. Nein, kein Käsekuchen mehr zum Kaninchen, nein danke, kein zweites Stück Moussetorte, nein danke, kein Stück Zimtkuchen mehr. So ganz entkamen wir der Flut an Essen nicht, unser doggie bag passte kaum ins Auto. Unsere Bäuche anschließend kaum noch auf die Sonnenliege.
Der Zimtkuchen und das Käsebrot sicherten eine ganze Woche unsere Versorgung. Selbst ausgetrocknet holten wir noch ein Maximum an Genuss aus beiden: Der Zimtkuchen sog sich mit Kaffee voll, der Käsekuchen wurde zur salzigen Version vom armen Ritter (ähnlich wie hier).
Seitdem geisterte dieser deftige Kastenkuchen in meinen Gedanken umher und ließ mich nicht mehr los. Auf Kerasma stieß ich nun pünktlich zur Grill- und Picknicksaison zu einer ganz ähnliche Version. Seinen Namen hat das Brot (der Kuchen?) von dem empfohlenen Käse aus Syros. Der gute alte Gouda tut es aber auch.
Beim ersten Versuch geriet das Käsebrot völlig aus der Form – das Mehl war nicht backstark genug und konnte so die sehr große Masse an Käse nicht bezwingen. Beim zweiten Mal versuchte ich es mit Mehl Type 550, bändigte den ungebackenen Teig in zwei Backformen (Brotbackform für 1 l und eine kleinere Kastenform) und war erfolgreich.
Das Käsebrot ist vielseitig einsetzbar. Mit einer Schale Salat wird es zu einer vollständigen Mahlzeit, in Stücke geschnitten passt es auch gut zu einem Glas Wein.
Zubereitung
Alle Zutaten für den ersten Teig miteinander verrühren.
Alle Zutaten für den zweiten Teig miteinander verrühren, dann sorgfältig unter den ersten Teig heben.
Mit einem großen Löffel (oder einem Teigschaber) die Zutaten für den dritten Teig in fließenden Bewegungen gleichmäßig unterheben.
Ofen auf 170 Grad vorheizen. Formen fetten und ausmehlen.
Den Teig nicht zu hoch in die Form(en) füllen und im Ofen 35-40 Minuten backen. Anschließend in der Form mind. 10 Minuten auskühlen lassen.









Drei Teige! Nicht schlecht.
Aber für Käsebrötchen und wahrscheinlich auch dieses Käsebrot würde ich alles tun. Ist abgespeichert.
Das ist ja mal wieder ne Granate! Das Brot kommt sofort auf meine Nachkochseite!
@Frau Schmunzel Das mit den drei Teigen hört sich aufwändiger an, als es letztendlich ist. Die meiste Arbeit macht das Abwiegen, danach wird alles nur noch zusammen geschmissen.
@Claus … die ich gerade entdeckt habe. Sehr gute Idee, sollte ich mir auch mal zulegen.
Das ist ja eine sympathische Tante! ;-)
Meine Nachkochliste ist so voll, aber das Brot packe ich trotzdem mal drauf, gefällt mir nämlich sehr gut.
@Barbara Sehr sympathische Tante! Und sooooo lässig, wir sind schwer in sie verliebt :-)
Spannendes Rezept, das ich unbedingt ausprobieren möchte. Ich werde allerdings das Rezept etwas herunterrechnen, damit wir nicht so lange daran essen müssen.
@Chaosqueen Gute Idee, die Mengen sind nämlich schon sehr großzügig bemessen. Trotz großer Gästeschar blieben bei uns noch Reste, die ich eingefroren habe. Bin gespannt, wie das Brot sich nach dem auftauen macht….
gerade nachgebacken und schon der hit!!!!!!!!! jeder mag es, alle sind begeistert und wir werden es schnell wieder backen. habe die haelfte menge gemacht, salami anstelle von putenschinken und in einer guglhupfform gebacken. wirklich hervorragend, bin sehr dankbar fuer das rezept.