Παξιμάδια
In meiner letzten Griechischstunde entbrannte eine hitzige Diskussion über Zwieback. In Deutschland ist das zweimal gebackene Brot eher als Krankenkost bekannt, gern aus der Packung mit dem gemütlich lächelnden Blondschopf.
Dabei wussten schon die alten Griechen die Haltbarkeit von Paximádia zu schätzen und nicht zuletzt Schäfer hatten immer ein paar Scheiben in ihrem trowás, dem Hirtenrucksack.
Despina, meine sehr geschätzte Lehrerin, schwärmte von dem griechischen Zwieback, den sie und ihre Familie immer beim Bäcker in Griechenland kauften würde. Nachdem wir so unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Gebäck hatten, wälzte ich auf der Suche nach einem Rezept Kochbücher und durchforstete das Internet.
Der süße griechischer Zwieback ähnelt mehr einem Keks, als der hier bekannten geschmacklosen, trockenen Weizenscheibe. Aromatisiert und verfeinert mit Ouzo, Mandeln, Anis, Walnüssen (wie in diesem Rezept), Pistazien werden sie gern zum Frühstück in griechischen Kaffee gestippt.
Seitdem ich die ersten Scheiben aus dem Ofen holte, teile ich Despinas Begeisterung. Allerdings hatte ich bei diesem simpleren Rezept aus dem Buch Culinaria Griechenland zu backstarkes Mehl verwendet und der Teig wurde und wurde nicht geschmeidig. Aber: mein Paximádia bestand den Authentizitätstest durch meinen Lieblingsgriechen. Was will man mehr?
Zutaten:
1 kg Mehl (Type 405)
2 Tütchen Backpulver
¼ TL Salz
400 g Zucker
250 ml Pflanzenöl
5 Eier, verquirlt
1 TL Vanillezucker
½ TL gemahlenen Anis
250 g gehackte Walnüsse
1 Eigelb
1 EL Sesam
Zubereitung:
Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.
Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermischen. In die Mitte eine Mulde formen. Zucker, Öl, Anispulver, Eier und Vanillezucker hinein geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
Den Teig teilen. Jede Hälfte einzeln dünn ausrollen und mit den gehackten Walnüssen belegen. Fest aufrollen.
Die Rollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit verquirltem Eingelb bestreichen, mit Sesam bestreuen und ca. 45 Minuten backen.
Etwas abkühlen lassen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben weitere 15 Minuten im Ofen backen, bis der Zwieback Farbe annimmt.
Völlig auskühlen lassen und in einem luftdicht verschließbaren Behälter aufbewahren.
Haltbarkeit: ca. 1 Monat






sie sehen ähnlich aus wie die Cantucci die Siena, vermutlich geht auch Mavrodaphni anstelle des Kaffees zum stippen.
Mit Anis und viel Nüssen … das ist gut. Gefällt mir, obwohl ich auch deutschen Zwieback sehr gerne esse und nicht nur, wenn ich krank bin.
Sieht ja nach lecker Zwieback aus. Ich esse ihn selten, aber wenn da Geschmack drin ist, finde ich ihn auch gut.
@lamiacucina Süßwein ist ja noch eine viel bessere Idee, dass ich da nicht gleich darauf gekommen bin!
@Isi Da habe ich wohl ein Mutti-Trauma, bei ihr gab es in Krankheitsfällen immer Kamillentee mit Zwieback… nun mag ich beides nicht. ;-)
@Buntköchin In diesen ist viel Geschmack!
[...] schöne ist ihre Wandelbarkeit: Letztes Jahr gab es sie hier mit Walnüssen, Kalofagas macht sie mit Feigen und bei foto e fornelli wird die italienische [...]