
Zutaten
für die Tomatenkruste
2 Packungen getrockneter Tomaten in Öl eingelegt
8 große Knoblauchzehen
2 große Schalotten, geschält und halbiert
1 EL getrockneter Oreganofür das Lamm
3 EL Olivenöl
4 Knoblauchzehen
3 Rosmarinzweige
2 Lammkarrees á 8 Koteletts
Nachdem ich meinen vierjährigen Neffen immer mit Hackbällchen, Hackbraten oder Nudis verköstige (dabei isst er durchaus auch scharfes Tex-Mex-Chilli, das schon einige Erwachsene bestreiken), wollte ich endlich einmal auch seine Eltern kulinarisch glücklich machen. Nun gut, sein Vater schwärmt von Schnitzel Hawai, aber der wurde mit einem Kartoffelgratin bestochen.
Als Beilage zum Kartoffelgratin gab es ein köstliches Lammkarree unter einer würzigen Haube getrockneter Tomaten. Manchmal träume ich nachts noch davon. Das Rezept vom Meisterkoch Michael Psilakis war, wenn ich mich recht an die Printausgabe erinnere, Bestandteil eines ganzen Menues. Leider fand ich die anderen Teile nicht mehr.
Von der Tomatenpaste blieb noch sehr viel übrig – eine Bereicherung für weitere Gerichte! Damit wurde eine Pastasauce aromatisiert, eine Tomatensuppe verfeinert, ein Stück Käse zu Ehren erhoben.
Eines muss ich noch gestehen: Fleisch gare ich mit weiblicher Intuition, daher kann keine Gewähr für die angegebenen Zeiten übernommen werden.
Zubereitung
Ofen auf 220 Grad vorheizen. 100 ml des abgegossenen Tomatenöls, die halbierten Schalotten und die Knoblauchzehen in eine ofenfeste Form geben und mit Alufolie abdecken. Im Ofen ca. 45 Minuten schmoren, bis die Zwiebeln weich sind.
Die Knoblauchmasse in der Küchenmaschine (alt. mit dem Pürierstab) pürieren. Tomaten und Oregano dazu geben und weiter verarbeiten, bis sich eine streichfähige Paste gebildet hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dieser Schritt kann am Vortag erfolgen.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Knoblauch und Rosmarin dazu geben und ca. 5 Minuten sautieren. Anschließend wieder aus der Pfanne nehmen.
Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Die Lammkarrees salzen und pfeffern. Eines der Stücke im Öl von allen Seiten goldbraun braten (ca. 5 Minuten) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, mit der runden Seite nach oben. Mit dem zweiten Stück ebenso verfahren.
Die Fleischstücke auf der runden Seite mit der Tomatenpaste bestreichen und im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten rosa braten.









Das sieht genial aus, ist gespeichert!
Ich vertraue weniger meiner Intuition als meinem Fleischthermometer ;-) Das sagt mir, wann 58°C Kerntemperatur erreicht sind und ich es rausholen kann, um es noch ein bisschen ruhen zu lassen. Dann sieht es in etwa so aus wie hier.
Ein Tomatenpesto als Kruste muss gut schmecken. Da ich nur selten Fleisch brate und keine Erfahrung mit der Daumendrückmethode habe, ziehe ich auch das Fleischthermometer vor.
@Petra Irgendwann wird mich mein Vertrauen ins Fleisch im Stich lassen, dann komme ich auf Deinen Tipp zurück! Jetzt weiß ich wenigstens, wo ich für Lamm nachsehen muss ;-)
@lamiacucina Meine Intuition wirkt auch nur in meiner eigenen Küche… es ist ein Zauber!
Super – schöne Kruste – finde ich sehr gelungen!!
Das ist dir aber toll gelungen. Sieht fabelhaft aus!
Hmmmm, das war lecker! Und von wegen, Menü vergessen: Als Nachspeise gab’s den göttlichen Apfel-Kürbis-Strudel, dessen Rezept auch schon den Weg auf Susas Seite gefunden hat (leider nicht mit den Photos, die auch die gierige Pfote meines im Übrigen auf Häagen Dasz Strawberry and Cream spezialisierten Mannes zeigen). Alles mal eben für die durchreisende Verwandtschaft! Gruß nach Hamburg!
@Liebe Schwester Freut mich sehr, dass es Euch (außer der zahnlosen Nichte und dem Müsli mapfenden Neffen) geschmeckt hat! Übrigens hatte ich daas Gefühl, dass Dein Mann auf alles cremig-süße spezialisiert sei, nicht nur auf Erdbeereis. :-)