Fleisch

Sofrito – Schmorgericht mit Tomaten und Knoblauch

σοφρίτο

Dies ist eine ganz ungewöhnliche Art eines Sofritos, die ich im Kochbuch meiner Schwägerin Jan fand. Das klassische Schmorgericht kommt ohne Tomaten aus, das Fleisch wird in einer Kräuter-Weißwein-Mischung geschmort. Obwohl es venezianischen Ursprungs ist, wird es heute als Spezialität Korfus bezeichnet. Die kefallonische Version des Sofritos könnte davon nicht weiter entfernt sein, so dass ich mich wundere, warum es den gleichen Namen trägt.

sofritoAber letztendlich bedeutet das italienische Wort Soffritto, von dem sich das griechische Gericht ableitet, nichts anderen als angebratenes und geschmortes Gemüse als Basis für eine Sauce. Vielleicht hatten die Köchinnen auf Kefallonia lediglich Tomaten und Knoblauch zur Hand, die Damen auf Korfu nur Weißwein und Kräuter.

Geschmeckt hat es auf jeden Fall und ist auch für Gäste geeignet, da es stundenlang köchelt. Man kann Schmorfleisch vom Rind oder Kalb aus der Hüfte nehmen oder (wie ich es getan habe) Beinscheiben vom Kalb. Den Knoblauch sticht geschmacklich nicht heraus, Sorgen um Mitmenschen sind nicht angebracht. Für kreative Köche bietet es noch genug Spielraum: ein wenig Cumin oder auch Thymian oder Rosmarin würden sicher auch gut passen.

Wir kombinierten das Sofrito mit Gnocci alla Romana. Das war keine gute Ehe, der feine Gnoccigeschmack kam kaum zur Geltung. Beim nächsten Mal würde ich eher Risotto, Polenta oder (Ofen-) Kartoffel dazu servieren.

Sofrito
Zutaten:

1 kg Schmorfleisch vom Rind oder Kalb in Scheiben geschnitten (etwa aus der Keule)
500 g Tomatenpasata
8 EL Olivenöl
250 g Mehl
8 Knoblauchzehen
1 EL Weißweinessig
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Das Fleisch salzen, pfeffern und in Mehl wenden.

In einer Pfanne 4 EL Olivenöl erhitzen und das Fleisch darin von beiden Seiten bräunen.

Die Tomaten, das Öl, den gehackten Knoblauch und den Essig mit einer guten Prise Salz und Pfeffer in einen Schmortopf geben. Die Sauce auf geringer Stufe erhitzen.

Die Fleischscheiben in die Sauce geben. Ca. 2 Stunden schmoren lassen. Dabei aufpassen, dass das Fleisch nicht am Topfboden ansetzt.

Gnocchi alla Romana

Zutaten:

750 ml Milch
1 kleines Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
180 Hartweizengrieß
3 Eigelb
100 g geriebener Parmesan
Muskat
50 g Butter
weitere Butter für das Blech

Zubereitung:

Milch, Lorbeer, Knoblauch und etwas Salz in einem Topf aufkochen. Lorbeerblatt heraus nehmen. Grieß dann langsam in die Milch rieseln lassen. Dabei ständig mit einem Schneebesen schlagen, damit sich keine Klümpchen bilden.

Das Ganze bei schwacher Hitze 12 – 15 Minuten offen köcheln lassen. Dabei ab und zu mit dem Schneebesen umrühren, bis ein dickflüssiger Brei entsteht.

Den Topf vom Herd nehmen und die Eigelbe nacheinander unter die Grießbreimasse schlagen. Käse und etwas Muskatnuss einrühren. Salzen und Pfeffern.

Ein tiefes Backblech mit Butter fetten oder mit Backpapier auslegen.

Die Gnocchimasse gleichmäßig ca. 1 cm hoch auf dem Backblech verteilen. Die Hälfte der Butter zerlassen und damit den Teig bepinseln. Nach dem Abkühlen mit einem Tuch abdecken und 2 -2 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Sobald die Masse kalt und fest ist, mit einem Ausstecher Kreise ausstechen. Die restliche Masse zusammendrücken, wieder ausstreichen und weitere Kreise ausstechen.

Die restliche Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen. Die Gnocchi darin von jeder Seite goldgelb braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann mit dem Sofrito servieren.

2 Kommentare zu “Sofrito – Schmorgericht mit Tomaten und Knoblauch”

  1. Ivy sagt:

    Sofrito is a lovely recipe and perfect with gnocchi.

  2. gourmet sagt:

    Ja mit Risotto geht das ganz ordentlich denke ich. Hört sich auf jeden Fall toll an. :)

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