παστίτσιο
Pastitsio ist nicht nur ein Magen- sondern auch ein Seelenwärmer. Dieser schmackhafte Nudelauflauf macht Jung und Alt glücklich und ist daher auch ein dankbares Festessen. Allerdings ist die Zubereitung etwas langwierig: Nonna, die Gr0ßmutter aus Monambelles, stand dafür einen ganzen Tag in der Küche.
Daher ist es in Griechenland üblich, eine große Portion Pastitsio vorzubereiten und diese in den folgenden drei Tagen zu essen. Es lohnt sich daher im Restaurant zu fragen, wann die Köstlichkeit aus dem Ofen kam. Mein Lieblingsgriechen mag es gern vom Vortag, während ich die frische, lockere Variante bevorzuge. Ein Paket der Fleischsauce lagert aber bei uns immer im Tiefkühlfach. Man weiß nie, wann Bauch und Seele sich gleichzeitig melden.
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch „The Siora´s Cockbook“ von meiner Schwägerin Jan aus Athen. Das besondere ist die Verwendung von zwei verschiedenen Béchamelsaucen, wobei unklar bleibt, warum die mit Ei und Käse als leicht bezeichnet wird. Dennoch: Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall!
Unser Seelenwärmer darf nicht fehlen beim Soulfood-Event vom Kochtopf. Dieses schöne Thema dachte sich Steph vom Kleinen Kuriositätenladen aus.
Zutaten
Macaroni 350 Gramm (Unbedingt Sorten mit größerer Öffnung verwenden, ansonsten wird das Pastitsio zu dicht.)

Tomaten-Hacksauce
400 Gramm Rinderhack
500 Gramm Tomatenpüree
1 mittelgroße Zwiebeln, gehackt
50 ml Olivenöl
100 ml trockenen Weißwein
ein Lorbeerblatt
eine Zimtstange
Leichte Béchamelsauce für die Macaroni
½ EL Mehl
2 Eigelbe
1 EL geriebenen Käse (zum Beispiel Emmentaler oder Gruyère)
150 ml Milch
½ EL Olivenöl (wahlweise Butter)
¼ bis ½ TL Muskat, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
Cremige Béchamelsauce
4 EL Mehl
65 Gramm Olivenöl (wahlweise Butter)
50 Gramm geriebener Parmesan
500 ml Milch
¼ TL Muskat, frisch gerieben
Salz und Pfeffer
Zubereitung
Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Macaroni auf bewährte Art al dente kochen.
Die Tomaten-Hacksauce zubereiten:
Die Zwiebel anbraten, bis sie weich, aber nicht braun ist. Das Hackfleisch dazu geben und unter Rühren so lange braten, bis es krümelig ist. Nun die Mischung mit dem Weißwein aufgießen und einige Minuten ziehen lassen. Das Tomatenpüree, eine großzügige Prise Salz, frisch gemahlener Pfeffer, die Zimtstange und ein Lorbeerblatt hinzu fügen und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Zimt und Lorbeer entfernen.
Leichte Béchamelsauce:
Olivenöl oder Butter in einer Kasserolle oder einem Top erhitzen (aufpassen, das die Butter nicht braun wird) und das Mehl einrühren. Ungefähr eine Minute köcheln lassen und die Milch dazu geben. Ständiges Rühren mit dem Schneebesen sollte unschöne Klumpen verhindern. Sobald die Sauce bindet, von der Herdplatte ziehen.Eigelb, Käse, Muskat, Salz und Pfeffer unterrühren und abschmecken. Die kalten Macaroni mit der Sauce mischen.
Die cremige Béchamelsauce auf die gleiche Art zubereiten, ohne die Zugabe von Eiern und Käse.
Den Boden einer Auflaufform mit der Hälfte der Béchamel-Macaroni bedecken. Die Tomaten-Hackfleischsauce auf die Nudeln füllen und mit den restlichen Nudeln belegen. Alles mit der cremigen Sauce bedecken und mit Parmesan besprenkeln. Im Ofen 60 bis 90 Minuten überbacken.






Da hab ich drauf gewartet – Danke
Pastitio – ein Leibgericht und wird wunderbar von meiner angeheirateten Tante in Toronto hergestellt… Sie ist Halbgriechin und in Ihre Version könnte ich mich reinlegen…
Wie Claus habe ich darauf schon lange gewartet in Deinem Blog!
@Claus – Ja, ein Muss, wenn es um griechische Küche geht, aber Pastitsio gibt es bei uns tatsächlich nur zu besonderen Gelegenheiten. Und Neujahr war es endlich wieder soweit :-)
@Alissa – Zu unseren schönste Urlaubserinnerungen zählt ein Pastitsio in Patras, ich kann daher Deine Begeisterung für das kanadisch-griechische Pastitsio sehr gut verstehen.
Das ist auch eines meiner Leibgerichte…echtes Soulfood, da hast du schon recht, auch wenn es sich nicht schnell zubereiten lässt. Ich habe es noch nie selbst gemacht, weiß auch nicht warum :-)
hab ich noch nie gegessen, nur davon gehört. Das wird mir bestimmt schmecken. Die Béchamel mit Olivenöl muss ich auch mal probieren.
@lamiacucina – Du bist aber mutig! Ich mache die Bechamelsauce immer brav mit Butter, wie mir Mutti das beigebracht hat.
Das klingt aber sehr lecker und dafür lohnt es dann den Aufwand. Ist notiert, danke.
Viele Grüße
Da brauch ich das Rezept ja nicht zu bookmarken oder zu printen, wenn es im geschenkten Buch ist, freu mich :-)
@Petra – Es ist tatsächlich etwas mehr Aufwand, aber der Genuss entschädigt für alles!
@Erich – S. 78 ;-)
Danke für das Rezept – ich habe heimlich auch schon darauf gewartet. ;-)
Aber ohne Eile – weil es wird dauern, bis ich mal dazu komme, es wirklich nachzumachen. Richtiges Soulfood, gerne im Winterhalbjahr – ich kriege langsam Hunger…
@Barbara – Ich hatte auch schon ein ganz schlechtes Gewissen ;-) Wir planen Pastitsio tatsächlich langfristig, zum Beispiel am Neujahrstag, an Geburtstagen, wenn die Familie kommt… Aber man kann es auch gut einfrieren!