Mit Quitten habe ich noch kaum Erfahrung und dabei ist diese Frucht so griechisch, dass sie sogar nach einer Stadt (Kydonia, dem heutigen Chania) auf Kreta benannt wurde. Die griechische Mythologie verspricht dem Genießer der pelzigen Frucht zudem Glück, Liebe und Fruchtbarkeit.
Zumindest Glück und Liebe kann man nie genug haben, also frisch ans Werk. Rindfleisch mit Quitten nach einem Rezept von Rena Salaman versprach ein aromatisches Ragout mit süß-salzigen Tendenzen zu werden. Mir war die Sauce etwas zu flach, daher kamen noch 2 EL Tomatenpaste in den Topf. Da nicht jeder getrocknete Tomatenpaste aus heimischen Anbau im Vorratsschrank hat, ist hier das Originalrezept angegeben.
Dazu gab es Weißbrot und einen grünen Salat.
Zutaten
Saft von ½ Zitrone
2 – 3 große Quitten
75 ml Olivenöl
1 kg Rinderfleisch zum Schmoren, in Scheiben geschnitten
175 ml Weißwein
300 ml heißes Wasser
1 Zimtstange
Salz
3 EL brauner Zucker, in 300 ml heißem Wasser aufgelöst
1 Prise Muskat
Zubereitung
Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen. Fleisch kräftig anbraten. Hitze reduzieren, mit Wein ablöschen und etwas einkochen lassen.
Das heiße Wasser mit der Zimtstange in den Schmortopf gießen. Zugedeckt bei geringer Hitze 1 Stunde schmoren, bis das Fleisch weich ist.
Eine Schüssel mit kaltem Wasser und Zitronensaft bereit stellen. Quitten schälen, längs halbieren, Kernhaus entfernen, dann vierteln. Fruchtstücke in das Zitronenwasser legen, damit sie sich nicht verfärben.
Quitten aus dem Zitronenwasser nehmen und jedes Viertel in dünnere Scheiben schneiden. Die Hälfte der Quitten nebeneinander in eine große Pfanne legen. Die Hälfte des Zuckerwassers darüber gießen und ca. 10 Minuten bei schwacher Hitze kochen. Die Früchte gelegentlich umdrehen, bis die Flüssigkeit ganz eingekocht ist und die Scheiben beginnen, braun zu karamellisieren.
Diese auf das Ragout in den Topf geben und mit den restlichen Quittenscheiben wie beschrieben verfahren.
Wenn alle Quitten auf dem Fleisch verteilt sind, das Ragout mit Muskat würzen. Wenn nötig mit heißem Wasser auffüllen, bis die Quitten bedeckt sind.
Zugedeckt weitere 30 Minuten schmoren. Am besten nicht mehr umrühren, da die Quittenstreifen ansonsten zerfallen.






Glück und Liebe kann ich immer gebrauchen. Bezieht sich die Fruchtbarkeit auch auf das Geistige? Dann nehme ich die auch dazu. ;-) Ein wirklich schönes Herbst-Ragout.
@Buntköchin – Hmm, konnte ich bisher noch nicht feststellen, alles beim Alten :-)
Glück und Liebe sind immer gut! Die Quitten muß ich erst suchen gehen;-)))
Oh ja. ich suche auch schon nach dem Kürbis-Koch-Event. hab ich irgendwie verpaßt…
Quitten und auch frische Feigen sind dieses Jahr schwer zu bekommen. Zumindest in den Supermärkten bei mir in der Gegend. Sobald ich welche bekomme, versuche ich mich mal an deinem Ragout.