
Zutaten
1 Perlhuhn, zerteilt
Salz & Pfeffer
3 EL mildes Olivenöl
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
1/2 Gemüsezwiebel, grob gehackt
1 kleine Karotte, grob gehackt
100 g Sellerie
3 EL Tomatenpaste
300 ml Rotwein
4 Thymianzweige
2 große Salbei Blätter
1 Rosmarinzweig
1 Zimtstange
325 ml Rotweinessig
2 TL Oregano, getrocknet
1 EL Dijon Senf
250 ml Wasser
500 g Pasta
12 getrocknete Datteln, ohne Kern geviertelt
120 g Rosinen
100 g Pinienkerne
5 EL frische Kräuter (z.B. Dill, Minze, Petersilie…)
Olivenöl
Natürlich versuchen wir, uns gesund zu ernähren. Da wird Salat gewaschen, Gemüse geschnippelt, Fisch gedünstet… bis Freitag. Denn Freitag ist bei uns Nudeltag. Meistens beginnen wir das Wochenende mit einem Schritt vor die Tür und gehen zu unserem liebsten Stadtteilitaliener. Und meistens essen wir dort das Gleiche wie schon letzte Woche und die Woche davor. Konstanten im Leben sind schon etwas Feines.
Und dazu da, aufgehoben zu werden. Also wurde der heimische Esstisch gedeckt, eine Flasche Wein entkorkt (man gönnt sich ja sonst kaum etwas: Antonopoulos Chardonnay 2007) und ein ganzes Perlhuhn in Stücke gelegt. Nur an der Pasta-Regel darf nicht gerüttelt werden! Wie gut, dass Michael Psilakis sein Federvieh mit Spaghetti zubereitet. Nun mag mein Grieche gern Nudeln, in die die Sauce schlüpfen kann, wie ein Saucen-Pasta-Paket. So wurde aus Psilakis´ Fasan ein Perlhuhn und aus den Spaghetti Castellane, die uns immer sehr an den Supermarkt in Lixouri erinnern. Denn dort kauften wir diese Sorte das erste Mal.
Da die Nudeln in der süß-säuerlichen Sauce garen, werden sie sehr aromatisch und auch das Fleisch gönnt sich eine Portion Geschmack. So hätte es auch ein schnödes Huhn getan.
Michael Psilakis beschreibt das Rezept in seinem Vorwort als “home-style Greek Cooking at its very best”. Da ich eine investigative Souvlaki-Expertin bin, habe ich das Rezept sofort dem Authentizitätstest unterzogen und meinen Lieblingsgriechen (aus dem westlichen Griechenland) und meine geschätzte Griechischlehrerin (aus Nordgriechenland) dazu befragt: Kopfschütteln. Beiden war es ein Rätsel, was genau daran nun so typisch sein soll. Aber vielleicht ist das Gericht ja, wie die kluge Despina anmerkte, eine Spezialiät seines griechischen Heimatdorfes. Wie auch immer: es schmeckt. Sehr gut sogar!
Zubereitung
Die Perlhuhnteile waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Von allen Seiten salzen und pfeffern. Das Olivenöl erhitzen und die Perlhuhnteile rundum goldbraun braten. Aus dem Öl nehmen und zur Seite legen.
Etwas Öl aus der Pfanne nehmen und das Gemüse in dem verbliebenen Öl 3-5 Minuten anschwitzen, ohne das es gebräunt wird. Die Tomatenpaste einrühen und 1 weitere Minute braten. Mit Rotwein abschlöschen und vollständig reduzieren.
Die Perlhuhnteile zusammen mit dem Thymianzweig, Salbei, Rosmarin, der Zimtstange, dem Essig, Oregano, Senf, Wasser und 1 TL Salz und Pfeffer nach Geschmack in die Pfanne geben. Aufkochen und die Hitze wieder reduzieren. Mit halb aufgelegtem Deckel bei geringer Hitze köcheln, bis das Fleisch zart ist. Die Gardauer hängt von der Größe der Perlhuhnteile an, ca. 50 Minuten.
Sobald das Fleisch gar ist, aus der Flüssigkeit heben und zur Seite stellen. Die Kräuterzweige und die Zimtstange entfernen. Wenn nötig, etwas Wasser angießen (bei uns: ca. 500 ml) und aufkochen. Die Nudeln zusammen mit den Datteln, Rosinen und den Pinienkernen in die Flüssigkeit geben und ca. 10 Minuten garen. Immer wieder umrühren, damit die Nudeln nicht festkleben.
Falls gewünscht, das Fleisch von den Knochen lösen. Die Nudeln kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischen Kräutern und etwas Olivenöl besprenkeln.
Noch eine finale Anmerkung: Bei der Auswahl des Senfs und des Weines darauf achten, dass das ganze Gericht in Kombination mit dem Essig nicht zu scharf wird. Das Gemüse habe ich fein gewürfelt.






ein fester Nudeltag pro Woche ist etwas sehr empfehlenswertes. 52 Tage pro Jahr schon mal gut gegessen.
ich mag so sehr diese Geschmackmischung, das Rezept finde ich einfach fantastisch und ich werde sie gleich ausprobieren danke
@lamiacucina Man gönnt sich ja sonst nichts, besonders als Foodblogger ;-)
@Yvonne Da bin ich sehr gespannt, wie das Gericht gemundet hat.
Susa, das hört sich perfekt an. Diese Würzkomponenten mag ich sehr. Nudeltage gibt es bei uns leider selten, da A. ein “Nudelsyndrom” aus dem Studium zurückbehalten hat :-(
@Isi Das ist aber ein ungünstiges Überbleibsel aus dem Studium! Manche übertreiben es aber auch mit den immer gleichen Nudeln mit oft langweiliger Tomatensauce. Dieses Gericht kann man aber auch pastalos machen und vielleicht Reis oder Couscous dazu reichen?
[...] kochten wir Perlhuhn mit Spaghetti (von dem meine liebe Schwester behauptet, es würde wie Katzenfutter aussehen), Oktopussalat mit [...]