Geflügel

Kotopoulo Kokkinisto

Das Wetter ist einfach zu schlecht für Juni. Während in Griechenland bereits die Ersten für den Sommer auf ihre Heimatinseln zurückkehren, regnet es hier in Strömen. Da kann nur ein Gute-Laune-Gericht helfen. Für mich ist das Hühnchen, für meinen Lieblingsgriechen „die Mutter aller Saucen“: Tomatensauce. Zusammen: Kotopoulo Kokkinisto.
kotoupolo-kokkinisto04Kotopoulo Kokkinisto ist eines der traditionellen Rezepte, die mit sehr wenigen Zutaten auskommen. Typisch auch für die griechische Küche ist, dass das Fleisch direkt ohne Brühe oder Fond in der Tomatensauce gekocht wird.

Wir aßen Reis dazu, fanden die Kombination aber nicht ideal: Die Sauce ist dafür zu dünn. Passender wären Kartoffelpüree oder Pommes gewesen. Auch Polentaschnitten kann ich mir sehr gut vorstellen.

Ich muss gestehen: Das Foto macht nicht Lust auf mehr. Aber ich war etwas unter Zeitdruck, hinter mir stand jemand mit einem Riesenhunger. Aber sobald die Sauce püriert ist und die Knochen entfernt, sieht es ganz manierlich aus.

Zutaten:

1 – 1 ½ kg Huhn in verschiedenen Teilen
4 mittelgroße Zwiebeln
500 g Tomatenpüree
2 EL Tomatenkonzentrat
2 Karotten
4 – 5 Knoblauchzehen
100 – 150 ml Olivenöl
250 ml Weißwein
1 kleine Zimtstange
2 Lorbeerblätter
4 Nelken
eine Prise Piment
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Haut von den Hühnchenteilen entfernen. Salzen.

Die äußere Haut von den Zwiebeln entfernen und in jede eine Nelke stecken. Mit den Hühnchenteilen in einem Topf anbraten.

Die Karotte in kleine Würfel schneiden. Die Haut von den Knoblauchzehen abziehen. Mit dem Wein, dem Tomatenpüree und dem Konzentrat, Zimt, Lorbeer, Piment, Salz und Pfeffer nach Geschmack zu den Zwiebeln und dem Huhn in den Topf geben.

20 – 30 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.

Am Ende der Kochzeit die Nelken aus den Zwiebeln entfernen und die Sauce pürieren.

7 Kommentare zu “Kotopoulo Kokkinisto”

  1. Der Lieblingsgrieche sagt:

    Hinter dir stand jemand mit großem Hunger? Hmmm, mal überlegen, wer das sein könnte….;-) Auf jeden Fall hat sich das Warten gelohnt, das Kokkinisto war so lecker wie in Kefallonia. Diese schwere Tomatensosse in Kombination mit dem Nelkengesschmack ist sehr lecker. Bravo!

  2. Erich sagt:

    Ich sehe kein Problem auf dem Bild, sieht toll aus, gut vorstellbar, wie es schmeckt, für mich lieber als zu stark aufgepäppelte Arrangements. Ich kochte gestern Hühnerschenkel in einer Sauce, die eigentlich eine Suppe ist und ass Penne Rigate dazu, aus dem Suppenteller. Bei Pasta ziehe ich anhaftende Saucen vor, aber es ging, so wie es bei Eurem Reis sicher gut auch passte.

  3. Barbara sagt:

    Ich mag auch die ungeschönten authentischen Fotos – außerdem macht dieses richtig Appetit!

    Toll, bei Dir solche wunderbaren griechischen Rezepte mit Hintergrundinfos zu bekommen. Die Gewürze darin kommen mir griechisch vor, die ganze Zubereitung – echt toll. Ich hab’s mal notiert, hoffe, dass ich mal dazu komme, es nachzukochen. Leider habe ich gerade die Zutaten dafür nicht da (Hähnchen fehlt und es ist Feiertag).

  4. gourmet sagt:

    Das schaut toll aus, ich liebe Griechische Küche und Hühnchen, hmm das mag ich jetzt essen. :)

  5. Susa sagt:

    @Barbara – Dein Lob freut mich sehr, vielen Dank! Monambelles soll Lust auf griechische Küche machen und eine Anlaufstelle für kulinarische Hellenisten sein.

    @Gourmet & Barbara: Das Rezept ist wirklich empfehlenswert und schmeckt auch, wenn man vergisst, die Sauce zu pürieren. Ist mir allerdings erst beim Abtippen aufgefallen.

    @Erich – was die Konsistenz von Saucen angeht und die Kombination mit den richtigen Beilagen, da kann ich schon krüsch werden. Aber Penne mit einer deftigen Hacksauce ist fast nicht zu toppen. Da fällt mir ein, ich habe noch Hack im Kühlschrank…

  6. Katrin sagt:

    Der Blog ist zwar schon etwas älter, aber lecker essen ist immer aktuell ;-)

    So einfach und rustikal sieht das Gericht in den Glaskästen der Tavernen in unserem Urlaubsort auch aus.
    Ich empfehle als Beilage übrigens, Kartoffelspalten in der Tomatensauce mitzubacken/zu schmoren. In unseren Urlaubstavernen nennen wir das immer auf “grenglisch” “Ovenpotatos”. Paßt weitaus besser als Reis oder Pommies.
    Kali orexi :)

  7. Susa sagt:

    @Katrin Kokkinisto ist immer aktuell :-) Danke für den Kartofffel-Tipp, beim nächsten Mal wird bei uns dann auch die grenglische Variante ausprobiert.

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