
Zutaten
1 kg grüne Blätter (eine Mischung aus zwei bis drei Sorten wie Spinat, Mangold, Löwenzahn, Borretsch, Brennessel, Ampfer)
200 g Kräuter (Dill, Sellerie, Fenchelkraut, etwas Majoran)
2-3 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 EL Tomatenpaste
Schale einer Orange
1 Zimtstange
100 ml Olivenöl
50-100 ml Wasser
Das Wissen rund um die heilende Wirkung von Eukalyptus und Kamille ist sicher aufgehoben. Wie man die Pflanzen erkennt und sammelt, ist den meisten unter uns unbekannt. Ähnlich vom Aussterben bedroht, ist das Sammeln von Horta.
Hinter dem Begriff χόρτα verstecken sich eine stattliche Anszahl grüner Blätter, von Ampfer über Löwenzahn und Gänsefuß bis zu wildem Lauch und Malvenblätter – immer abhängig von der Saison und der lokalen Begebenheit. Früher sammelten die griechischen Landfrauen ihre Horta noch selbst, inzwischen wird es eher auf dem Markt gekauft.
Klassisch wird es gekocht mit Olivenöl und Zitronensaft, serviert. Etwas winterlicher mit Orangensaft und Zimt ist diese Variante aus dem Kochbuch The Siora´s cookbook von Cousine Jan. Kaum ein anderes meiner Bücher wird so häufig aus dem Regal gezogen wie dieses. Das liegt einerseits an der unkomplizierten Zubereitung der Gerichte und auch an dem Lächeln, dass sie auf das Gesicht meines Lieblingsgriechen zaubern. Diese Speisen erinnern ihn an Kindheit und Heimat und machen ihn sehr zugänglich für meine Wünsche und Ideen.
Wie Wachs in meinem Händen war er nach dem Genuss dieser Horta-Variation, gekrönt von einer gebratenen Jacobsmuschel. Die angegebenen vierzig Minuten Kochzeit erschienen mir sehr lange, daher verringerte ich sie auf 15 Minuten. Für die oft harten Stängel vom Feld müssen sie sein, das zarte Kraut aus einem deutschen Feinkostladen ist in kürzerer Zeit gar. Lediglich der der Zimtgeschmack entwickelte sich dadurch sehr zurückhaltend. Beim nächsten Mal wird die Zimtstange bei kürzerer Kochzeit durch gemahlenen Zimt ersetzt.
Zubereitung
Grüne Blätter waschen und in feine Streifen schneiden. In einer heißen Pfanne, ohne die Zugabe von Wasser, zusammen fallen lassen und ca. 10 Minuten dünsten.
Die Kräuter fein hacken und mit den ebenso fein gehackten Knoblauchzehen, Frühlingszwiebeln in einer weiteren Pfanne mit Olivenöl, Tomatenpaste, der Zimtstange und Orangenschale anbraten, mit Wasser aufgießen und 5 bis 6 Minuten dünsten.
Die grünen Blätter untermischen und 40 Minuten dünsten. Bei Bedarf regelmäßig eine kleine Menge Wasser angießen. Am Ende der Kochzeit sollte keine Flüssigkeit am Pfannenboden übrig sein.






Oh was hast Du wieder feines gezaubert! – ehr schön sieht das aus
Das schaut bildhübsch aus und schmeckt bestimmt auch klasse!
In der Kombination habe ich noch nie Jacobsmuschel gesehen. Schmeckt sicher toll. Allein die Jacobsmuschel schmeckt ja schon toll. Da passt die grüne Unterlage vorzüglich.
Hihi…Wachs in deinen Händen. Von solchen Gerichten kann ich auch viele gebrauchen :-) Das schaut toll aus und macht mich sehr neugierig.
Das finde ich aber klasse. Schöne Mischung an Geschmäckern.
@Alissa – Freut mich, dass es Dir gefällt!
@Milliways – Als Foodblogger kommt ja selten etwas zweimal auf den Tisch… dieses hier bestimmt!
@Buntköchin – Das feste Muschelfleisch passte wunderbar zu dem ja sehr dumpfen Horta, ein geschmacklicher Glücksgriff (wir hatten noch welche übrig…).
@Isi – Liebe geht doch durch den Magen, oder? ;-)
@Tobias – Schade, dass man hier in Deutschland nicht die gesamte Bandbreite an Blätter bekommt, werde in Athen in zwei Wochen stöbern gehen.