Mit dem griechische Wort ladera (λαδερα) werden vegetarische Gerichte bezeichnet, die mit Olivenöl (λαδη) gekocht werden. λαδερα kann mit grünen Bohnen, Okraschoten, Zucchini, Erbsen und Tomatensauce zubereitet werden. Typische Kräuter dazu sind Petersilie, Thymian, Minze, Dill, Lorbeerblätter, Basilikum, Rosmarin, Koriander, Fenchel und Salbei.
λαδερα wird als eigenständige Mahlzeit serviert, mit etwas Feta und natürlich Weißbrot. Wir habe gegrillte Pute dazu gegessen.
In Griechenland werden die Gerichte häufig nur lauwarm oder gar kalt gegessen, was sich durch das heiße Klima dort erklärt. Aber auch bei uns ist das lauwarme Gemüse im Sommer eine leichte Speise.
Ich habe das Originalrezept, das mal wieder aus dem Kochbuch unserer Schwägerin Jan stammt, abgewandelt, in dem ich den Dill weg ließ und die Zwiebeln mit Koriander und Cumin (Kreuzkümmel) anbriet. Auch sieht das Original eine längere Kochdauer vor, da die Bohnen frisch aus dem Garten und daher im rohen Zustand sind. Normalerweise werden diese gewaschen, die Enden gestutzt und garen dann in der Tomatensauce. Da ich tiefgefrorene Bohnen verwendet habe, garte ich diese kurz im kochenden Wasser. Die Kefallonier mögen ihr Gemüse übrigens sehr weich gekocht.
Anstatt der 500 g Tomatenpassata habe ich nur 250 g genommen, 4 mittelgroße Tomaten klein geschnitten und diese mit den Zwiebeln angedünstet, bevor ich das Passata dazu gab.
Zutaten:
750 g grüne Bohnen
4 – 6 Frühlingszwiebeln
6 EL Olivenöl
500 g Tomatenpassata
1 – 2 EL Dill, fein gehackt
100 ml trockener Weißwein
1 TL Zucker (optional)
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Bohnen vorbereiten.
Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. In einer tiefen Pfanne im Öl 2 – 3 Min. bei mittlerer Hitze andünsten. Den Weißwein dazu geben und ca. 5 Minuten simmern lassen, dann Tomaten, Dill, Zucker, Salz und Pfeffer dazu geben und ca. 20 Minuten köcheln, bis die Sauce eingedickt ist.
Zuletzt die Bohnen in die Tomatensauce rühren und kurz erwärmen.







dein Rezept kommt gerade zur richtigen Zeit. Jetzt wo die Buschbohnen so herrlich zart sind.
Schön, das kann ich jetzt auch gut gebrauchen. Bohnen gibt es bei uns auch bald viele… Danke für deine schönen Beschreibungen, das macht mir als Griechenlandfan immer viel Spaß zu lesen. Und ich habe ein neues Wort gelernt. λαδερα kannte ich noch nicht.
@ Robert – nun geniere ich mich ein wenig… habe doch tiefgefrorene Bohnen genommen. Aber nun werde ich es doch auch einmal mit frischen versuchen!
@ Isi – das ist sehr schön, dass Du auch an den Griechenland-Beschreibungen Freude hast!