„Wir bringen am Samstag eine Flasche Ouzo mit. Wir haben gerade einen sehr guten gekauft.“ „Es gibt auch guten Ouzo?“ Guter Whisky, billiger Fusel. Kopfschmerz-Wein und edles Tröpfchen. Billige Tomatendosen vom Discounter oder San Marzano Tomaten Konserven. Das ist in diesen Fällen Qualitätsunterschiede gibt, ist jedem natürlich klar. Aber Ouzo?
Ja, es gibt auch guten Ouzo. Auch in jedem deutschen Supermarkt. Nicht im Supermarkt, aber auch in Deutschland erhältlich ist der Ouzo Sans Rival.
Dieser mehrfach ausgezeichnete Ouzo wird von Greek Distilleries P. Thomopoulos & Son auf der bergigen Halbinsel Piräus südöstlich von Athen produziert. Nach seiner ersten Goldmedaille auf der Weltausstellung 1915 in San Francisco folgten zahlreiche weitere Preise.
Er wird traditionell wie alle Ouzo-Produkte in doppelter Destillation aus 100% Destillat hergestellt. Neben Anis wird ihm Mastix (Mastiha), das Harz der Mastix-Pistazienbäume, beigemischt.
Der Ouzo Sans Rival mit 40 Prozent Alkohol ist aromatisch und schmeckt angenehm weich. Das macht ihn mit Eis und Wasser zu einem erfrischenden Aperitiv. Natürlich kann er auch nach dem Essen pur getrunken werden.
Er ist auch mit 38 Prozent und 46 Prozent Vol. Alkohol erhältlich.
Nachtrag: Es ist noch einige Pionierarbeit zu leisten, bis die Qualität in deutschen Landen anerkannt wird. Grillabend, Samstag zu später Stunde: ” Ist das Ouzo, was ihr die ganze Zeit auf ex trinkt?” “Neee, der ist schon lange leer. Das ist Wodka!”






Aber das kann man doch auch ganz einfach selber machen. In einem Forum (dessen Namen ich nicht nenne ;o) ) findet sich ein Rezept für selbst gemachten Ouzo, das aus folgenden Zutaten besteht:
1 Flasche Schnaps, Korn (günstiger; 700ml)
1 Tasse Kandiszucker, weiß
6 Tropfen Öl, Anis-Öl (Apotheke)
Die Zutaten müssen nur miteinander vermengt werden und dann noch eine Woche stehen – fertig ist der Ouzo!
Das war natürlich nur ein Scherz, diese fiese Mischung taugt wahrscheinlich höchstens zum Desinfizieren und Saubermachen…
Ich selbst trinke zwar kaum Alkohol und wenn, dann keinen starken, finde es aber sehr interessant, dass es auch beim Ouzo bessere Qualitäten, als die hierzulande bekannten gibt.
@Steph: Neiiin, neiiiin, neiin – was sich Chefköche alles so ausdenken…
@Steph: ein sehr guter Tipp! Als Liebhaber leckeren Ouzos werden ich das auf jeden Fall mal antesten.