In die Ferne schweifen

Ion: Mein Kefalonia

Kefalonia ist meine zweite Heimat, mein Paradies, meine perfekte Parallelwelt. Obwohl ich noch nie länger als sechs Wochen in Kefalonia gelebt habe, ist mir die Insel im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen. Und es gibt einen einfachen Grund dafür: Kefalonia ist schön, wunderschön.

Als Kinder sind wir jedes Jahr auf die Heimatinsel meines Vaters gefahren. Immer vom ersten bis zum letzten Tag der großen Ferien verbrachten wir unsere Sommer bei meiner Nonna, in Monambelles. Schon damals hat mich die Insel bezaubert, diese Mischung aus hellem Licht, blauen Meer und würziger Luft war ein komplettes Kontrastprogramm zum Leben in Deutschland. Und natürlich gab es jedes Jahr Familie in Kefalonia, sehr viel Familie sogar. Dieser Umstand verschaffte mir dann auch eine persönliche Beziehung zu der Insel, an vielen Abenden erzählten sich meine Verwandten Geschichten aus der Vergangenheit und fast alle Geschichten spielten natürlich auf der Insel. Viele Orte bekamen dadurch für mich ein Gesicht, wurden mit einer Geschichte verknüpft: Das ist kein gewöhnlicher Weg, nein, das ist der Weg an dem mein Großvater von Räubern überfallen wurde. Das ist keine einfache Kaimauer, nein, das ist die Stelle, von der mein Vater als kleiner Junge ins Meer gefallen war…

Die Faszination für Kefalonia ist für mich bis heute geblieben, ja sogar noch weiter gewachsen. Es gibt nämlich Dinge, die einem erst als Erwachsener bewusst werden: Die Qualität eines Ortes als Seelentankstelle im Laufe eines anstrengenden Arbeitsjahres, der angenehme Umgang der "Kefalonites" untereinander und mit den Touristen sowie die entschleunigende Kraft des Meeres und der Sonne. All dies ist in Kefalonia gegeben, so dass ich folgende Behauptung aufstellen möchte: Kefalonia ist die schönste Insel Griechenlands (um nicht zu euphorisch zu klingen, habe ich bewusst nicht “der Welt” geschrieben, obwohl dies auch stimmen würde)! Ich weiß, das behauptet jeder griechische Inselbewohner von seiner griechischen Insel, ich jedoch kann diese These mit Fakten belegen:

 

Das unglaubliche Meer: glasklar, samtig und tragend.

Die grüne Insel: Ein Landschaft wie in der Toskana.

Die große Insel: Es gibt immer etwas zu entdecken, auch wenn man jedes Jahr hinfährt.

Die tollen Menschen: Stolz, charmant und sehr humorvoll.

Also dann: Hinfahren und geniessen!


Wie kommt man hin?

Mit dem Flugzeug

Zweimal täglich, morgens und abends, fliegt Agean Airlines von Athen aus Kefalonia an.

Einmal wöchentlich wird Kefalonia von AirBerlin über Wien ab vielen deutsche Städten angeflogen.

 

Mit dem Auto

Ab Killini mit der Fähre nach Poros.


Meine Geheimtipps

Aura Boutique Hotel in Lixouri

Für Nestflüchter, mit Hang zum guten Schlaf und einer Vorliebe für ein ausgiebiges Frühstück. Der Pool nennt sich bei diesem Hotel Meer und liegt direkt vor der Tür. Auch auf ein Restaurant verzichtet das Aura Boutique Hotel, die Hafenmeile und Platia von Lixouri sind in wenigen Minuten fußläufig zu erreichen. Glückskinder lädt die Gastgeberfamilie zum hausgemachten Pastitsio ein und versammelt Familie und Übernachtungsgäste an einer großen provisorischen Tafel an der Strandpromenade.

Aura Boutique Hotel

Spiaggia Taverna, Vatsa

Für unkomplizierte Naturliebhaber, die Trubel meiden wollen: Unter dem Palmendach der Taverne Platz nehmen, Schuhe ausziehen und die Füße in den Sand vergraben. Nach einem unkomplizierten Essen aus den frischesten Zutaten, die Land und Meer zu bieten haben, laden die aufgestellten Sonnenliegen in der Bucht zu einer Siesta ein. Wer davon nicht genug bekommen kann, mietet sich in einem der zur Taverne gehörenden Ferienhäuser (einige mit Pool) ein.

Vatsa Club Kefalonia/Spiaggia Taverna

Apolafsi - Taverne, Hotel, Beach Club, Bar

Für uns die beste Taverne auf Paliki: Apolafsi von der Familie Mourelatos. Hier werden die kefalonitischen Klassiker serviert, so müssen Kreatopita, Stifado und Pastitsada schmecken. Zur Taverne gehört ein Hotel, mehrere Ferienhäuser, ein Beachclub und eine Bar in der Fußgängerzone von Lixouri. Für den so umtriebigen wie humorvollen Babis Mourelatos hat der Tag nicht nur 24 Stunden.

Apolafsi

Costa Costa Beach Club

Hier trifft sich das Partyvolk: Costa Costa Beach Club punktet nicht nur durch seine stylische Strandbar, den besten Strandliegen, den perfektem An-der-Liege-Service. Auch der Strand Makris Gialos ist traumhaft mit seinem feinem weißen Sand, dem türkisem Wasser mit angenehmen Wellengang. Unternehmungslustige nutzen das breite Sportangebot, fahren Wasser- oder Jet-Ski, bestaunen die Szenerie an einem Drachen hängend von oben oder schwingen sich mit der Familie auf eine Banane. Nichts für Ruhesuchende.

Dank der guten Ausstattung mit Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten für uns oft die letzte Station vor dem Rückflug.

Costa-Costa Beach Club
Argostoli, Makris Gialos,
Kefalonia, Lassi

Taverna Tselentis, Fiscardo

Keine Frage, Fiscardo gehört zu den schönsten Dörfern auf Kefalonia. Hier findet man es noch, das alte, venezianisch geprägte Kefalonia mit seinen wunderschönen Villen und den schmiedeeisernen Balkonen. Hoch oben im Norden liegend, blieb es vom großen Erdbeben 1953 verschont und gewährt uns heute einen Blick in die stolze Vergangenheit der Insel. Nirgends geht es in den Sommermonaten mondäner und hektischer zu als im Hafen der kleinen Stadt, Segler und Yachten geben sich ein Stelldichein. Wir tauschen die ersten Ränge gern mit gutem Essen und lassen uns in der Taverne Tselentis mit feiner und liebevoll angerichteter Küche verwöhnen.

Tselentis
Plateia Kavadia 39, Fiscardo


Strände

Petany

Petany, die kleine Schwester von Myrtos, präsentiert sich nicht an jedem Tag in voller Schönheit, zeigt sich manchmal kratzbürstig mit hohen Wellen und klebrigen Seegras. Die Bucht an der Ostseite Palikis kann aber auch der schönste Ort der Welt sein. Und es ist unser Hausstrand, da wir nur wenige Kilometer entfernt wohnen. Wer mag, mietet sich Strandliegen mit Schirm und lässt sich von den Jungs Freddo und Wasser an den Platz bringen. Nicht nur mittags ist Erasmias Taverna die beste Wahl zum Essen. Auf ihrem Grill landen Fisch, Hühnchen und Bifteki, Gourmets teilen sich Pasta mit Hummer (Astakomakaronada!) oder genießen Muschelrisotto a la greque. Im Hochsommer abends sollte man sich bei einem Absacker oder romantischen Dinner mit Papiertischdecke den großartigen Sonnenuntergang nicht entgehen lassen.

 

Lepeda

Hier lernten und lernen alle Kinder aus Lixouri schwimmen. Die kleine Landzunge aus feinem goldbraunen Sand bietet auf der einen Seite Erwachsenen einfachen Zugang ins Meer und auf der anderen Seite ein natürliches Planschbecken für Kleinkinder. Deren größere Geschwister springen von den abgrenzenden Felsen direkt ins Meer. Für die kulinarische Verköstigung sorgt die Ouzeri Lepeda mit ihren ausgesuchten Mezedes („griechische Tapas“).

 

Myrtos

Sogar der Nachbar Türkei benutzte Myrtos schon für ihre Werbung. Absolut verständlich, Myrtos ist eine Schönheit. Sobald man in das strahlend-türkise Wasser springt, ist auch der Steinstrand vergessen.

 

.... und natürlich Antisamos, Atheras und viele weitere hier.



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