Letzte Woche waren wir auf einem griechischen Weinseminar mit begleitendem Menue. Spätestens nach vier Stunden hatte ich den Eindruck, dass Griechenland nicht das Steckenpferd der Organisatoren war. Noch mehr als für die Weine begeisterten sie sich für einen Ziegenfrischkäse, der gleich zweimal in 5 Gängen auftauchte.
Absolut verdient, wie ich fand. Der Käse war mild im Geschmack und schön cremig. Kombiniert wurde er mit Auberginenkaviar.
Was genau das sein sollte, hatte ich auch beim letzten Bissen noch nicht herausgefunden. Deswegen holte ich unser letztes Glas geschmorter Auberginen aus Monambelles aus dem Regal, platzierte etwas Ziegenfrischkäse auf Oliventapenade und erfreute meinen Lieblingsgriechen mit Heimat auf dem Teller.
Letzten Sommer haben wir viele Stunden in der Küche verbracht und Chutneys, Marmeladen, Ketchup und eben auch geschmorte Auberginen eingekocht. Das Rezept dazu stammt, mit leichten Änderungen, aus dem Buch „Einmachen“ von Laurence und Gilles Laurendon.
Zutaten:
(1Liter)
2 Auberginen
10 Tomaten
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, grob gewürfelt
Salz
eine Prise Zucker
1 TL getrockneter Thymian
1 TL getrockneter Rosmarin, klein gehackt
2 Lorbeerblätter
Zubereitung:
Das Einmachglas 5 bis 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren, dann trocknen lassen (entweder umgedreht auf einem Küchentuch oder im warmen Ofen).
Die Auberginen waschen und in dicke Scheiben schneiden. Die Tomaten enthäuten.
2 EL Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen, Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten mit etwas Salz und den Kräutern andünsten. Auberginen und Lorbeer dazu geben und zur Hälfte mit Wasser aufgießen. Bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 1 ½ Stunden schmoren, bis das Gemüse eingekocht ist.
Das Glas bis 2 – 3 cm unter dem Rand mit den geschmorten Auberginen füllen und fest verschließen. In einen großen Topf mit kochendem Wasser stellen und 1 Stunde darin sterilisieren. Das Glas im Wasser abkühlen lassen.
Laut Rezept soll man das Glas am nächsten Tag noch einmal 30 Minuten im Wasser kochen lassen. Wir haben auf diesen Schritt verzichtet und es nicht bereut.







Solche Sachen liebe ich. Auberginen habe ich noch nie eingelegt, werde es aber mal nach deinem Rezept versuchen. Solche Sachen gibts immer für ganz viel Geld im Feinkostgeschäft. Vom Preis eines Gläschens kann ich mir wahrscheinlich 1 Eimer Auberginen selber einkochen.
@Buntköchin – ja, das stimmt häufig. In Hamburg allerdings kenne ich ein paar Läden, da kann man sich zehn Feinkostgläser zum Preis von einer Aubergine kaufen…
Hab sowas ähnliches (entfernt) auch schon mal gemacht und schmeckte auch supergut. Als Kind hab ich Aubergine nicht gemocht, war mir viel zu langweilig – aber das hat wie ich später gott sei dank rausfinden durfte sehr stark mit der Verarbeitung zu tun. Ich schmecke schon förmlich das Mittelmeer wenn ich dein Rezept lese.
lg Alex
Das sieht lecker aus! Ich liebe eingemachte Auberginen!
Ich bin neu hier und finde Deinen Blog wunderschön gestaltet, sehr schöne Farbkombination und Darstellung.
Das Rezept erinnert mich an meine Einkochereien. Bei gebratenen Auberginen brauche ich immer so viel Öl, weil sie so saugen, aber diese Paste umschifft das Problem, ist notiert zum Nachmachen.
@Erich – herzlich Willkommen! Den Morgen mit so einem netten Kompliment zu beginnen, ist eine feine Sache.
… und auch an Alex und Tobias: ich freu mich sehr, dass ich mit diesem Rezept Euren Geschmack getroffen habe. Auberginen zählen gar nicht zu meinen Favouriten, meine Portion schob ich stillschweigend zu meinem Griechen… der wähnte sich dann aber auch in südlichen Gefilden :-)
Klingt sehr lecker und ich werde mich einmal daran versuchen. Es ist nämlich schön, so ab und an mal die Sonne auf den Tisch zaubern zu können.
Viele Grüße
vielen dank für das rezep. wir haben es zwar etwas abgewandelt (viel mehr thymian (frisch) und eine packung passierte tomaten noch mit hinein), aber dennoch es ist super! die erste ladung ging dirrekt für moussaka drauf, der rest ist eingemacht. hmmmmmm