Lust auf Genuss - Rezepte

Familienrezept: Sofrito aus Kefalonia

Alt-Tag here

Nicht verwirren lassen: Die Italiener verstehen unter Sofrito eine Art Mirepoix, Spanier, Portugiesen und Cubaner eine Sauce mit unterschiedlichen Zutaten wie Paprika, Knoblauch und Zwiebeln, Brasilianer bezeichnen Frittiertes als Sofrito und und und....

In der griechischen Küche bezeichnet Sofrito ein Schmorgericht mit Rindfleisch. Meine Version ist die Abwandlung eines alten Familienrezeptes (anstatt Essig verwende ich lieber Weißwein) aus Kefalonia, daher benötigt es nur wenige Zutaten. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch, im Gegenteil.

Bekannter als dieses Sofrito aus Kefalonia ist die Version aus Korfu, die ohne Tomaten auskommt. Ihren Ursprung haben wohl beide Varianten in Italien. Kein Wunder, gehörten die Ionischen Inseln, zu denen sowohl Korfu als auch das südlicher gelegenere Kefalonia zählen, bis 1797 zur Republik Venedig. Auch heute noch ist der Einfluss spürbar. So werden die Damen und Herren Sioras und Siors genannt, die Großmütter und –Väter nicht γιαγιά und παππούς sondern Nonna und Nonnos.

Sofrito schmeckt sowohl im Sommer als auch in der kalten Jahreszeit und ist perfekt für Gäste geeignet, da es sich hervorragend vorbereiten lässt und einige Tage im Kühlschrank hält. Ganz zu schweigen von der guten Performance in der Tiefkühltruhe.


Für 4-6 Personen

1 kg Rindfleisch
500 g Tomatenpasata
8 EL Olivenöl
250 g Mehl
8 Knoblauchzehen
100 ml Weißwein
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Das Fleisch in 1,5 – 2 cm dicke Scheiben schneiden. Diese salzen, pfeffern und in Mehl wenden.

In einer Pfanne 4 EL Olivenöl erhitzen und das Fleisch darin von beiden Seiten bräunen.

Restliches Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen, Knoblauch darin einige Minuten dünsten. Mit Weißwein ablöschen, zur Hälfte einkochen. Passata zugeben, salzen, pfeffern und auf geringer Stufe erhitzen.

Die Fleischscheiben in die Sauce geben. Ca. 2 Stunden zugedeckt sachte schmoren. Dabei aufpassen, dass das Fleisch nicht am Topfboden ansetzt.

Als Beilage dazu passt Kartoffelpüree, Polenta oder auch Bratkartoffeln.



Zurück


© All rights reserved