Meeresfrüchte, Pasta

Nachgekocht: Moscardini mit Pfifferlingen

Pilze – egal ob Pfifferlinge, Austernpilze oder Trüffel – spielten lange keine Rolle in der griechischen Küche. Doch in den letzten Jahren fand ein umfassender Wandel statt und Pilzfarmen sprießen wie, ja wie Pilze aus dem Boden und ihre Erzeugnisse werden von griechischen Gastronomen begeistert aufgenommen. Warum nicht auch mal Pastitsio mit Pfifferlingen kochen?

Als ich nun für das Fremdkochen-Event von Hüttenhilfe nach einem geeigneten Rezept suchte, erinnerte ich mich an ein anderes: Moscardini mit Pfifferlingen von Malathounis. Schon seit zwei Jahren wollte ich es nachkochen und nun war es endlich soweit.

moscardini-mit-pfifferlingen01_kleinDie kleinen Minikraken habe ich bei meinem Spontankauf nicht bekommen, dafür aber kleine Sepien. Diese schnitt ich einfach in Ringe, zog sie kurz durch die Pfanne und wurde mit zartem Meeresgeschmack belohnt. Was will man mehr als Meeresfrüchtefetischistin?

Die Fleischtomate habe ich durch frische mini San Marzano-Tomaten aus den Vierlanden ersetzt. Vierlande sind ein Gebiet im Süd-Osten von Hamburg, dass die Hansestadt mit frischem Gemüse beglückt. Da man diese sicherlich andernorts schwieriger auftreiben kann, sind sie im Rezept als Cherrytomaten bezeichnet.

… und auf einen zusätzlichen Schuss Weißwein konnte ich auch nicht verzichten. Dafür nahm ich den Chardonnay von Antonopoulos, der wir auch dazu tranken.

Die Moscardini mit Pfifferlingen kann man bestimmt sehr gut mit etwas geröstetem Weißbrot als Vorspeise oder als Mezze essen. Bei uns gab es dazu Spaghetti, die kurz in einer Knoblauch-Bukovo-Ölmischung badeten. Ein Essen ganz nach meinem Geschmack!

Zutaten:

600 g MoscardiniFremdkochen Pfifferling
5 EL Olivenöl
250 g kleine, feste Pfifferlinge
1 Knoblauchzehe fein gehackt
Weißwein, trocken
4-5 Cherrytomaten, entkernt und geviertelt
Salz, Pfeffer
1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung:

Die gesäuberten Tintenfische in der Hälfte des Olivenöls stark anbraten. Die Pfifferlinge putzen und in einer zweiten Pfanne mit dem restlichen Olivenöl dünsten, salzen, pfeffern. Den Knoblauch dazu geben und anschwitzen. Mit etwas Weißwein ablöschen und mit dem Knoblauch würzen. Die Tomate dazugeben und kurz durchschwenken; Petersilie und Moscardini untermischen und sofort servieren.

4 Kommentare zu “Nachgekocht: Moscardini mit Pfifferlingen”

  1. Isi sagt:

    Das wäre auch genau nach meinem Geschmack. Kleine Kraken habe ich leider hier noch nie gesichtet, aber manchmal bekomme ich Tintenfische. Das ist ein toller Beitrag für das Fremdkochen, gefällt mir sehr gut.

  2. alissa sagt:

    das sieht sehr einladend aus… ist ne klasse idee…

  3. Susa sagt:

    @Isi – Selbst hier, umgeben von einer Menge Fischhändlern, ist es schwierig, Moscardini zu bekommen, aber man kann sie wirklich gut durch andere Tentakel ersetzen.

    @Alissa – Das Lob geben ich gern an Joannis Malathounis weiter :-)

  4. Buntköchin sagt:

    Ist ja ein richtiges Haute-Cuisine-Tellerchen geworden. Sehr lecker!

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