καλαμαρακια τιγανητα
Seit der Antike bewunderten die Griechen Kalmare und ihre Artverwandten für ihre Fähigkeit, sich zur Tarnung zu verfärben. Und dann verspeisten sie sie. Das ist heute nicht anders. Tintenfische und Kraken sind gegrillt, gebraten, gefüllt oder mariniert eine Delikatesse.
Die mit Abstand köstlichsten Tintenfischringe gibt es bei einer kleinen Taverne in einer romantischen Bucht auf Kefallonia: Spaggia Taverna. Man kann seine Abende kaum schöner verbringen, als dort zu sitzen, unter dem Palmwedeldach, die Füße in den Sand gegraben und auf das Meer zu blicken. Natürlich während man Mezedes verspeist.
Vor ein paar Jahren noch bestand die Taverne aus eben diesem palmengedecktem Rondeel. Mit den Jahren scheint dort alles zu wachsen: Die Appartmenthäuser daneben, die Portionen, die Preise. Dennoch ist unser jährlicher Besuch dort ein Highlight, der letztes Jahr sogar zufällig durch ein Feuerwerk gekrönt wurde. Eine deutsche Familie ankerte, wie jedes Jahr, in der Bucht und anscheinend ist es ein Ritual der Familie und des Tavernen-Besitzers Spyros zu diesem Anlass ein Feuerwerk in der Bucht zu zünden. Ganz so romantisch ging es hier nicht zu; geschmeckt hat es trotzdem.
Umgangssprachlich werden sowohl Sepien als auch Kalmare als Tintenfische bezeichnet. Im Mittelmeer kommt der Gemeine Tintenfisch, Sepia officinalis, am häufigsten vor. Bei meinem kleinen Fischhändler um die Ecke war der Kalmar allerdings eindeutig in der Mehrzahl (davon gab es zwei, alle anderen Kopffüßler tummelten sich wohl noch im Mittelmeer). Also durfte er mit nach Hause.
Glücklicherweise war es in dem Laden gerade leer, so dass mir das Reinigen des Kalmars erspart blieb. Wenigstens weiß ich jetzt, woher die länglichen, durchsichtigen Plastikdinger kommen, die ich schon oft an Stränden der Nordsee fand: Sie waren einmal das Rückrat eines Kalmars, bzw. der Chitinstab.
Es gibt einige Rezepte, die die abenteuerlichsten Mehlmischungen empfehlen. Aber Mehl und ein wenig Salz reichen völlig aus. Es wäre doch schade, wenn Cayennpfeffer & Co dem armen Kalmar geschmacklich den Rest geben würden.
Zutaten:
1 kg frischer Kalmar
Öl zum Braten
Mehl
1 Zitrone, geviertelt
Salz
Zubereitung:
Falls es der Fischhändler noch nicht getan hat: Die Haut des Kalmars unter abziehen, den Kopf mit den Fangarmen aus dem Mantel heraus ziehen. Den transparenten Schulp (das Pastikding, das keines ist) entfernen. Kopf und Tintenbeutel entfernen.
Kleine Kalmare kann man im Ganzen frittieren, größere in Ringe schneiden.
Das Öl in einer Pfanne oder in einer Fritteuse erhitzen. Ich gebe immer ein kleines Stückchen vom Frittiergut in das Öl und sehe daran, wann es heiß genug ist.
Mehl und Salz vermischen und die Kalmar-Ringe darin wälzen. In das heiße Öl geben und goldbraun frittieren.
Mit den Zitronenspalten servieren. Bei uns gab es dazu noch einen grünen Salat und etwas Hummermayonnaise.






Hummermayonaise hört sich auch toll an. Das habe ich noch nie gegessen. Mit zartem Tintenfisch sicher köstlich.
Nach dem Anblick Deiner Kalmare braucht man nicht zu Spyros zu gehen, denke ich.
Lecker lecker, ja muss ich auch mal wieder machen, hach ja, yammy. :)
@ Buntköchin: … und war sehr schnell gemacht: Hummerfond reduzieren und mit selbst gemachten Ketchup köcheln. Anschließend unter die (fertig gekaufte) Mayonnaise rühren. Gab es bei uns ursprünglich zu Surf ´n´Turf, der Rest schmeckte tatsächlich gut zu den Ringen.
@Erich: Ich erröte verlegen, vielen Dank! Lediglich die Strandatmosphäre wollte mir hier nicht so gut gelingen ;-)
@Gourmet – aber das Lüften nicht vergessen. Anstatt Meeresbrise hatten wir hier Eau de Frittenbude…