Mezedes, Saucen & Dipps, Vegetarisch

Fáva – gelbes Erbsenpüree

φαβα

Fáva, die gelben Erbsen, sind eine Spezialität aus Santorin. Dort ist das Gericht so alltäglich wie Pasta in Italien. Der besonders intensive Geschmack der Erbsen auf der Insel kommt von dem dortigen Vulkanboden. Dieser ist nicht nur für die feinen Erbsen, sondern auch für gute Weine verantwortlich.

Touristen können in den erloschenen Vulkankrater auch einen Blick werfen, aber eine Wanderung dorthin in der Sommerhitze ist nicht sehr empfehlenswert. Es sei denn, man begutachtet gern leere Coladosen, die dort in der Sonne rosten.

fava04_kleinEmpfehlenswerter ist da der Genuss einer Portion Fava mit weiteren Mezedes und einem Glas Hauswein.

Für eine ausgewogene Mezedes-Mischung wird das Fáva mit ein paar Oliven, Dolmades, etwas Feta, geräuchertem Fisch oder auch einigen rohen Ringen roter Zwiebeln kombiniert.

Sollte an Fáva kein Herankommen zu sein, kann man sie durch gelbe Linsen ersetzen.

Damit es an der Oberfläche nicht austrocknet, bis es auf dem Tisch landet, sollte es mit Klarsichtfolie gut ab- oder mit Olivenöl bedeckt werden. Die Creme kann warm, lauwarm oder kalt serviert werden.

Zutaten:

300 g gelbe griechische Erbsen
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblätter
100 ml Olivenöl
4 Frühlingszwiebeln
1 EL Thymian, frisch
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Linsen abspülen.

In einem Topf die Linsen mit den Schalotten, der Knoblauchzehe und den Lorbeerblättern mit viel Wasser bedecken und zum Kochen bringen.

Die Hitze reduzieren und ca. 35 Minuten simmern lassen. Dabei immer mal wieder umrühren, damit die Linsen nicht am Boden ansetzen. Schaum, wenn nötig, abschöpfen.

Die Linsen abseihen, dabei das Kochwasser aufbewahren. Knoblauch, Schalotten und Lorbeerblätter entfernen und die Linsen mit 50 ml Olivenöl pürieren. Ist das Püree zu fest, ein wenig Kochwasser dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Frühlingszwiebeln mit dem grünen Teil fein hacken. Die Thymianblätter von den Ästen ziehen und beides unter das Püree mischen.

Zum Servieren das restliche Olivenöl darüber gießen, evtl. noch ein paar Spitzer Zitrone.

9 Kommentare zu “Fáva – gelbes Erbsenpüree”

  1. lamiacucina sagt:

    sind das die gelben Erbsen, die bei uns früher zur Gelberbssuppe verwendet wurden ?

  2. Susa sagt:

    Robert, das weiß ich leider nicht, da meine Mutter mich immer vor deftigen Erbseneintöpfen verschonte (oder sollte die Gelberbssuppe eine feine schweizer Spezialität sein, die ich selbstverständlich nicht beleidigen wolle :-)).

  3. Isi sagt:

    Ich habe das in Griechenland gegessen und war begeistert. Da suche ich vielleicht mal nach gelben Erbsen.

  4. Susa sagt:

    Isi, ich habe sie im Internet bestellt, da ich sie nirgends fand. In einem Paket mit Gigandes, Trahana und Chilopites lohnte sich die Bestellung.

  5. Barbara sagt:

    Das erinnert mich jetzt total an Griechenland. Wir waren vor Ewigkeiten mal in Santorin, um der Hitze in Athen zu entfliehen (42 Grad, 1200 Hitzetote, das war die große Hitzewelle 1987) – in Santorin war der dunkle Sand zwar so heiß, dass man sich die Füße daran verbrannte, aber sonst war es ein besonderes Erlebnis.

    Die Erbsenpaste kommt mir auch bekannt vor, aber sicher bin ich mir nicht, ob wir sie dort gegessen haben. Toll angerichtet mit dem grünen Mangold (?).

  6. Susa sagt:

    Barbara, ist es nicht toll, dass man sich durch Essen in andere Ländern “beamen” kann? Nicht schlecht erkannt: junger Spinat und roter Salat-Mangold, die Reste von dem Horta-Salat mit Schwarzaugenbohnen schnell durch die Pfanne gezogen :-)

  7. [...] Monambelles Fáva – gelbes Erbsenpüree: Ein Rezept aus Griechenland; schmeckt sicher auch mit spanischem Olivenöl ganz bezaubernd. [...]

  8. [...] wird meistens als Dipp zubereitet. Die Suppe mit Cumin (Kreuzkümmel) ist nicht so bekannt, aber sehr [...]

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