
Zutaten pro Teller
1 Ziegenkäse-Taler
4-6 Scheiben Zucchini (quer geschnitten)
4 Trüffelscheiben
4 rote Pfefferkörner
Die Kultur der Kleinigkeiten ist im Land der großen Portionen – also Deutschland – nahezu unbekannt, begeistert jedoch rund um das Mittelmeer als Tapas, Antipasti oder Mezedes.
Allerdings beobachte ich immer wieder eine unterschiedliche Herangehensweise an die kleinen Teller: Mit deutschen Freunden wird bestellt, bis sich der Tisch biegt, um anschließend alles schnell zu verzehren.
Gehen wir mit griechischen Freunden Mezedes essen, ist der Rhythmus des Abends ein anderer: Das Zusammensein steht im Vordergrund, die Gespräche sind wichtiger als das Essen. Während hitzig über Fußball, den nächsten Urlaub und den neuesten Kinofilm diskutiert wird, stippt man da, isst man dort, probiert etwas Neues, genießt die Lieblingsgerichte und macht ab und zu eine Pause.
Wir gehen oft und gern Mezedes oder Tapas essen. Aber manchmal möchte ich den Gastronomen zurufen: „Nur Mut! Probiert doch einmal etwas Neues aus!“
Wie wäre es denn mit Ziegenkäse auf Zucchini-Carpaccio mit Trüffel?
Auf dem Bio-Markt kaufte ich bei dem sehr kundigen, aber auch sehr humorlosen Käsespezialisten frische Ziegenkäsetaler (für den Geschmack nehme ich sein versteinertes Gesicht und seine wöchentlich gleichen Erklärungen mit stoischer Ruhe hin), im Frischeparadies den kleinsten Trüffel und von dem restlichen Kleingeld Zucchini.
Mit frischen Brotstangen ein Genuss für fortgeschrittene Kleinigkeiten-Connaisseurs.
Zubereitung
Öl bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne erhitzen. Die Zucchinischeiben kurz darin schmoren. Sie sollten nicht braun werden.
Zucchinischeiben aus der Pfanne nehmen. Auf einem kleinen Teller anrichten.
Den Ziegenkäse darauf platzieren.
Die Trüffelscheiben in dem verbliebenen Öl in der noch heißen Pfanne kurz anbraten, bis sie aromatisch duften. Auf dem Ziegenkäse platzieren und Rote Pfefferkörner darüber zerbröseln.
Nach Wunsch mit ein paar Tropfen Trüffelöl und Salz würzen.






Ziegenkäse habe ich noch nie mit Trüffel kombiniert. Werde ich auch mal testen, ob ich das gut finde. Ich liebe auch diese vielen kleinen Tellerchen, die den ganzen Abend auf dem Tisch stehen, aber du hast recht, meistens essen alle viel zu schnell. Das ist nicht wie im Süden.
@Buntköchin – Ich bin zur Zeit im Trüffel-Wahn, esse sogar Schnitzel mit Trüffelöl…. Übrigens gehöre ich leider auch zu der Schnell-Ess-Fraktion: Wenn erstmal Hackbällchen & Co vor meiner Nase stehen, gibt es kein Halten mehr.
ungerecht, dass der Trüffel viel kleiner ist als der Zucchini.
Robert, nur der auf dem Foto, auf meinem Teller sah das anders aus…
Ich beneide Dich, Trüffel bekomme ich hier gar nicht… Ich liebe es, solche Kleinigkeiten zu essen.
Oh Du hast Trüffel… Neid.. das liegt momentan ausserhalb meines Budgets – lecker sieht das aus und mal was anderes!!
An Trüffel will ich mich auch mal versuchen.
So´n Trüffel ist das Größte – wenn ich den auf´m Teller habe, muß die Diskussion über Fußball aber mal nen Moment warten…
@Isi – Wir leben hier in einem kulinarischen Einkaufsparadies und können zu Fuß die schönsten Delikatessentempel erreichen. Ein Traum!
@Alissa – Gibt es bei uns leider auch nicht alle Tage, aber manchmal geht die Gier mit mir durch.
@Tobias – Wir sind im Februar wieder in Athen, falls Du noch eine helfende Hand bei Deinen Versuchen benötigst ;-)
@Claus – Da schau´her, das wusste ich nicht, dass man Männer so leicht ködern kann. Ob das bei meinem Griechen auch so gut funktioniert?