Mezedes

Sanbusak – Libanesische Teigtaschen mit Fleischfüllung

… und zu dem Krautsalat mit Granatapfelkernen gab es etwas ungriechisches: libanesische Teigtaschen mit einer würzigen Lammhackfüllung.

Zutaten

Für den Teig
175 g Mehl
½ TL Salz
2 EL Olivenöl
50 ml Wasser

Für die Füllung
3-4 EL Olivenöl
1 große Zwiebeln, fein gehackt oder gerieben
200 g mageres Hackfleisch
1 TL Piment
1 TL Cumin (Kreuzkümmel)
1 große Prise Zimt
Salz, Pfeffer
Saft 1 Zitrone
3 EL Rosinen
150 ml heißes Wasser
3 EL frische Minze, fein gehackt
2 EL frisch geröstete Pinienkerne

1 Eigelb, mit der Gabel aufgeschlagen

Die Teigtaschen schmecken köstlich und sind nicht nur ein guter Begleiter zum Salat, sondern lassen sich auch beim Abbauen des Christbaums sehr fein naschen.

Das Rezept ist ebenfalls aus dem Kochbuch Meze von Rena Salaman, in dem griechische und libanesische Kleinigkeiten vorgestellt werden. Leider erfährt man nicht mehr über die Küche des Libanon, dazu sind die begleitenden Texte zu knapp gehalten. Schade, denn das dazu passende Event von Tobias kocht! regte mein Interesse und ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Beiträge.

Traditionell werden die Teigtäschchen frittiert, aber die Methode im Ofen erschien mir unkomplizierter und kalorienbewusster. Mit dem Teig hatte ich schon genug zu kämpfen, da er wirklich elastisch ist und sich wie ein Strumpfband zusammenzog. Das Füllen wurde zu einer Geduldsprobe, die geübtere Teigtaschenfüller sicher leichter bewältigen können.

Zubereitung

Mehl mit dem Salz in einer Schüssel mischen und eine Mulde in die Mitte drücken. Öl hinein gießen und mit den Fingern untermischen. Wasser zugießen und so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Zu einer Kugel formen und in Klarsichtfolie gewickelt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin ca. 10 Minuten dünsten. Temperatur erhöhen und das Fleisch anbraten. Die Gewürze zugeben und weitere 2-3 Minuten braten. Zitronensaft, Rosinen und Wasser zugeben und ca. 20 Minuten schmoren, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Den Teig ausrollen, eventuell erst mit nur einer Hälfte beginnen. Mit einem Ausstecher runde Plätzchen ausstechen. Den restlichen Teig neu verkneten, ausrollen und –stechen, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Ofen auf 220 Grad vorheizen.

Eine kleine Schüssel kaltes Wasser bereitstellen. Auf jedes Teigplätzchen 1 TL Füllung geben, die Kanten befeuchten und zusammen klappen, so dass ein Halbmond entsteht. Bei Bedarf mit der Gabel einkerben. Mit etwas Eigelb bepinseln.

Auf ein gefettetes oder mit Backpapier legen und im Ofen etwa 10-12 Minuten goldbraun backen.

12 Kommentare zu “Sanbusak – Libanesische Teigtaschen mit Fleischfüllung”

  1. Isi sagt:

    Na, da haben wir ja Glück gehabt. Über das Rezept habe ich auch nachgedacht, mich aber dann doch für die Kibbeh entschieden :-) Die Taschen schauen sehr köstlich aus…

  2. Susa sagt:

    @Isi – Und ich wollte zuerst die Kibbeh machen… ;-)

  3. Alissa sagt:

    die sind Dir tolle gelungen… schöner Beitrag zum Thema Libanon… !!

  4. Oh, das sieht ja toll aus. Freut mich, daß du dabei bist!

  5. Susa sagt:

    @Alissa – Fürs Foto habe ich mir natürlich meines “Heros” ausgesucht ;-)

    @Tobias – Schönes Thema, schade, dass mein kleines Büchlein nicht mehr hergegeben hat.

  6. lamiacucina sagt:

    schön gelungene Krapfen, würde ich gerne essen. Derzeit bin ich ebenso büchlein- wie ratlos, was und ob ich zu Libanon was mache.

  7. Erich sagt:

    Fleischtaschen, nicht Ravioli, sondern dieser Art, wie Samosa, Curry Puffs, etc., machte ich noch nie selbst, ass sie oft und mag sie sehr. Die Füllprobleme kann ich mir gut vorstellen, habe sie beretis bei Ravioli.

  8. Susa sagt:

    @lamiacucina – Libanon ist sicher auch nicht Schwerpunkt meiner kleinen Kochbuchsammlung. Die Sanbusak kosteten mich mindestens zwei neue Denkfalten, bis mir das noch nie benutzte Werk wieder einfiel.

    @Erich – Mir fehlt für so etwas einfach auch eine Portion Geduld, der Geschmack entschädigte allerings wieder für die Mühen.

  9. Buntköchin sagt:

    Die mache ich auch sehr gerne. Kommt immer gut an. Bei uns heißen die Sambusak, aber das ist wohl regional verschieden.

  10. Susa sagt:

    @Buntköchin – Hatte schon Bedenken, ich hätte mich verschrieben, aber steht tatsächlich als Sanbusak im Buch. Aber herrlich schmecken sie!

  11. astronautit sagt:

    hallo!
    habe dieses rezept heute ausprobiert, allerdings ohne piment und mit 1 zehe knoblauch. außerdem musste ich noch etwas mehr flüssigkeit in den teig geben. aber sonst hat alles geklappt.

    es war köstlich und alle waren begeistert. ein ganz spezielles gericht.
    vielen dank!

  12. [...] Przy okazji i dla ciekawskich, podaje link to do strony z innym przepisem na pierogi libańskie (CLICK). Im więcej przepisów tym lepiej, [...]

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