Getränke, Süßes

Rhabarber-Sirup

Ein hoher Zuckerbedarf scheint bei den Griechen genetisch verankert zu sein. Anders kann ich mir die Hingabe zu spoon sweets, Sirup getränkten Kuchen und anderem Süßigkeiten nicht erklären.

Für ein Grillfest wollte ich nun gern ein antialkoholisches Getränk mitbringen. Was lag näher, als in einem griechischen Kochbuch nach einem Sirup-Rezept zu suchen?

rhababersirup03In einem typischen Touristen-Kochbuch, die man an jedem Strandkiosk direkt neben „Illuminati“ und den Romanen von Nora Roberts kaufen kann, fand ich ein Kirsch-Sirup-Rezept. Kirschen liebe ich! Sie zu entkernen erschien mir dagegen etwas mühsam. Zum Glück hatte ich noch Rhabarber vom gestrigen Markttag und eine frische Limette übrig.

Der Name „Rhabarber” kommt übrigens aus dem Griechischen. Als griechische Händler der Antike auf ihrem Weg an die Wolga unweigerlich auf fremde Völker stießen, nannten sie diese βαρβαρος: Barbaren. Und diese Barbaren an der Wolga ernährten sich von einem in Griechenland unbekannten Gemüse. Rha ist der griechische Name für die Wolga, die Barbaren aßen es, also: Rhabarber.

Zutaten:

500 g Rhabarber
350 g Zucker (ich habe braunen genommen)
500 ml Wasser
Saft einer Limette

Zubereitung:

Den Rhabarber waschen. In etwa 2 cm große Stücke schneiden. Mit dem Wasser in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Temperatur wieder reduzieren und den Rhababer zu Mus verkochen lassen.

Die Flüssigkeit absieben und den restlichen Rhabarber ausdrücken, um nicht zuviel zu verlieren.
Mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur senken und köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Heiß in Flaschen abfüllen.

Zum Servieren nach Geschmack mit Mineralwasser aufgießen. Oder pur mit Eis genießen. Vielleicht auch einen Kuchen damit tränken?

4 Kommentare zu “Rhabarber-Sirup”

  1. Alex sagt:

    … hmmm … ich glaube ich mag rhabarber nicht … aber ich geb bescheid wenn ich’s weiss :)
    lg Alex

  2. Susa sagt:

    @Alex – *hihi* ich bin auch kein großer Rhabarber-Fan, aber der Sirup ist ein schönes Geschenk für schwangere Freundinnen. Die freuen sich über jede Alternative zur Apfelsaftschorle. :-)

  3. Buntköchin sagt:

    Mit den Kirschen hast du Recht gehabt. Die zu entkernen ist furchtbar. Habe ich letztens gemacht – nie wieder. Wobei du mit dem Süßfaktor beim Kisch-Sirup nicht zu schlagen gewesen wärst. Mir ist da Rhabarber auch lieber, ist nicht so klebrig. Den kann man wahrscheinlich auch in einem Salatdressing einsetzen.

  4. [...] Und zwar eins für Rhabarbersirup! Ihr wisst schon, den für Sekt Das Rezept findet Ihr hier (tolle Seite btw.!) Ich habe ihn gestern mal mit Mineralwasser getrunken und da war er mir sehr [...]

Kommentieren