Eingemachtes, Nachspeisen, Süßes

Despinas Apfelkompott

Kaum ein Kind, das nicht mit Apfelkompott aufgewachsen ist. Mit dem Beginn der herbstlichen Stürme wird es Zeit, den Klassiker der Vergessenheit zu entreißen.

Zutaten

1 Kilo Äpfel
50 Gramm Butter
50 Gramm brauner Zucker (oder nach Belieben)
1 Stange Zimt
1 Prise Kardamom

Auch wenn Griechenland nicht die Geburtsstube des Apfels ist, kann es wenigstens seine erste literarische Erwähnung durch Homer für sich beanspruchen. Umso erstaunlicher, dass die heute dort angebauten Sorten erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Weg unter die griechische Sonne fanden. Den für Pelion so charakteristischen Red Delicious brachten zurückkehrende Immigranten 1937 aus Kalifornien mit.

Da Ertrag und Lagerfähigkeit eine immer größere Rolle spielen, verschwindet eine wachsende Anzahl an Sorten. Dies gilt für Griechenland und Deutschland gleichermaßen. Während auf Kefallonia kein einziger Apfelbaum steht (behaupte ich einfach mal), haben wir in Hamburg das Alte Land mit seinen Obstplantagen vor der Haustür und damit glücklicherweise noch Zugriff auf aussterbende alte Sorten.

Unser Apfelbauer vom Wochenmarkt empfahl mir für das Apfelkompott nach dem Rezept meiner Griechischlehrerin die Sorte Ingrid Marie und lag damit vollkommen richtig. Ingrid Marie ist ein säuerlicher, knackiger Apfel, den man gut mit Schale verarbeiten kann.

Die Hälfte der Äpfel musste sich ihrer Haut entledigen und wurde zu dem Basisbrei zerkocht. Die andere Hälfte blieb in attraktives Rot gehüllt und nur leicht gegart. Die Summe aus noch knackigen Apfelstücken im Brei, Zimt und Kardamom und einer überschaubaren Menge an Zucker machen das schlichte Kinderessen zu einem Genuss für Erwachsene.

Zubereitung

Äpfel (wenn gewollt schälen und) klein schneiden. Butter und Zucker in einem Topf schmelzen und die Hälfte der Apfelstücke dazu geben. Bei mittlerer Temperatur zu einem Brei zerkochen.

Ein paar Minuten vor Ende der Kochzeit die restlichen Apfelstücke in den Topf geben und weich, aber nicht breiig werden lassen.

5 Kommentare zu “Despinas Apfelkompott”

  1. kaoskoch sagt:

    Ich bekomme Freitag Äpfel aus Mudderns Garten, und da ich gerade so ein Wunderteil an kochender Küchenmaschine ausprobiere, wird anschließend daruas Apfelkompott nach Deinem Rezept!

  2. Susa sagt:

    @Ach, liebe Kaosköchin, dafür brauchst Du doch kein Wunderteil, ein schnöder Topf reicht völlig aus ;-)

  3. Apfelkompott ist natürlich der Dauerklassiker – aber die Idee, da noch Apfelstücke mit Biss drin zu haben, ist genial!

  4. Susa sagt:

    @magetratzerl Das ist auch das erste Apfelkompott, dass ich gern aß. Da bin ich wohl Despina etwas schuldig :-)

  5. kaoskoch sagt:

    Nachgekocht und gebloggt – ist lecker, gibt es öfter (dann ohne Kochtrumm, schmeckt sicher noch besser)! Ich kannte bislang noch keine Butter im Kompott. http://hamburgkocht.blogspot.de/2012/12/philips-homecooker-105030-test-vii.html

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