Mαρμελαδα Συκo με Oυζο
Bereits vor längerer Zeit stieß ich bei Effilee auf ein Feigen-Sahne-Eis mit grünen Oliven und wollte dieses Rezept sofort ausprobieren. Die Zutaten waren schnell eingekauft, aber dabei blieb es.
Die Oliven wurden eines schönen Abends zu Wein gereicht und das Glas Feigenmarmelade, ja das schnappte sich mein Grieche und probierte diese zum Frühstück. Noch heute verwundert mich diese stille, fast zärtliche Hingabe zu dem Aufstrich. Isst er doch ansonsten keine Marmelade, kaum Süßes (außer Eis, da verhält er sich wie die Kinder von Hameln…).
Als wir nun in Monambelles waren, hingen die Feigen noch dick und prall an den Bäumen und warteten auf Vollzug. Die dicken, prallen mit der dunklen Schale waren bereits bewohnt (als Großstadtpflanze habe ich lange nicht mehr an einem Tag so viele Würmer gesehen), aber die unscheinbareren Grünen verzückten mit einem dunkelroten zuckersüßen Fruchtfleisch.

Der Grieche wünschte sich also Feigenmarmelade, schnappte sich sein Buch und legte sich in die Hängematte. Da stand ich nun mit den kläglichen Überresten als Gelierzucker, den wir letztes Jahr aufgetrieben hatten, den Feigen und ohne Rezept. Als ungeübte Marmeladeneinkocherin blieb mir nichts anderes übrig, als alles in einen Topf zu schmeißen und auf das Ergebnis zu warten.
Die Schalen lösten sich wider Erwarten nicht in der heißen Masse auf und mussten mühevoll wieder heraus gefischt werden. Mein nächsten Mal würde ich sie entweder gleich entfernen oder die Marmelade pürieren.
Den kleinen Schuss Ouzo kann man sehr gut durch den Saft einer frischen Orange ersetzten, die wir leider nicht hatten.
Zutaten:
500g frische Feigen
Saft 1 Zitrone
optional: 1 EL Ouzo
250g Gelierzucker 2:1
Zubereitung:
Die harten Stängel der Feigen entfernen, dann die Schale abziehen. Das Fruchtfleisch würfeln.
Die Feigen mit dem Zitronensaft (und evtl. mit 1 EL Ouzo) in einen Topf geben. So lange bei geringer Hitze köcheln, bis die Feigen sehr weich sind.
Den Zucker zufügen und sprudelnd aufkochen. Nach ein paar Minuten eine Gelierprobe machen. Sobald die Marmelade den Gelierpunkt erreicht hat, kann sie in sterilisierte, heiße Gläser abgefüllt werden. Verschließen und beschriften.






Feigen mag ich in allen Varianten. Ich beneide euch aber um die Feigenbäume, denn frisch vom Baum schmecken sie mir am allerbesten…natürlich nur ohne Wurm.
Ich möchte hiermit etwas klarstellen: ich habe mich nicht faul in die Hängematte gelegt!!!!! In Wahrheit war es das Sofa…..;-)
Im Ernst: Die Marmelade schmeckt superlecker! was ich besonders daran mag: Sie ist nicht zu süß, so ist der Geschmack der Feigen präsenter.
Habe auch gerade eine Feigenkonfitüre gebloggt . Deine klingt ja super mit Ouzo das muss ich unbedingt versuchen – ich bin total gespannt wie das schmeckt aber ich stelle es mir klasse vor!
@Isi – Ein eigener Feigenbaum ist wirklich etwas Feines. Diese Jahr hatten wir Glück und es hingen noch relativ viele an den Bäumen… auch noch ohne Wurm!
@Mein Lieblingsgrieche – Du musstest Dich ja auch gemeinsam mit Mieziiiii von der Feigenernte erholen, nicht wahr?
@Alissa – Zuerst war ich von dem Ouzo gar nicht so begeistert, aber da wir sehr süße Marmeladen nicht mögen, passt er super. Werde mir gleich mal Deine Feigenkonfitüre ansehen!
Leider habe ich keinen eigenen Feigenbaum und die Feigen von Nachbars Baum schmecken dieses Jahr nicht so toll. Aber ich kann es mir gut vorstellen, dass sie sehr lecker ist.
Da mache ich mich gleich auf die Suche nach Feigen. Die Idee mit dem Ouzo gefällt mir sehr gut!
Ja muss ich auch sagen, mit dem Ouzo klasse. So mag ich den ja nicht trinken aber in Marmelade muss das toll sein!
@Buntköchin – Dieses Jahr hatten wir besonders großes Glück mit den Feigen, das ist leider nicht jedes Jahr so.
@Tobias – Die Idee entstand aus der Not heraus: Auf der Suche nach Zitronen, erblickte ich plötzlich den Ouzo im Kühlschrank… ;-)
@Gourmet – Als Kurzen finde ich Ouzo auch nicht so spannend, aber auf Eis mit etwas Wasser: hmmmm! Und in Marmelade auch!