Dieses Jahr überraschte sie uns, nach kleinen Tiropitas, mit Kaninchen in Hasensauce und Käse-Reis. Es folgte eine
Fruchtcremetorte als Dessert. Nach diesem Essen hat der Ausdruck πολι ληγο (ein wenig) eine völlig neue Bedeutung für mich. Mit diesen Worten häufte René Portion über Portion auf unsere Teller, bis wir um Nachsicht flehten. Es war aber auch zu gut!
Wie freute ich mich auf einen starken Kaffee nach dem Essen! Doch wir hatten René unterschätzt: Direkt nach dem Dessert tischte sie einen Kuchen auf.
„Was ist das für ein Kuchen?“
„Ein Kuchen, den man zum Kaffee isst.“
Unscheinbar sah er aus, fast langweilig. Wir konnten nicht mehr, nichts passte mehr in unsere Bäuche, wir streikten. Großzügig hüllte René den Kastenkuchen in Frischhaltefolie und gab ihn uns mit.
Am nächsten Morgen naschten wir ein kleines Stück zum Kaffee. Und verliebten uns prompt. Ja, Cousine Marianna hatte recht. Es ist ein Kuchen, den man zum Kaffee isst. Köstlich!
Er ist gut und gern vier, fünf Tage haltbar und verliert nichts von seiner Magie. In vielen anderen Rezepten wird Brandy verwendet, aber René schwört auf die Kombination von Zimt, Muskat und Nelke. Persönlich weiter gegebene Familienrezepte sind oft ungenau („Nimm mehr Zimt als Muskat, aber nicht zuviel. Aber eben mehr auch als Nelke. Zimt, nicht Muskat.“), aber mit der hier angegebenen Mengenangabe klappte es ganz gut.
Zutaten
400 g Mehl
220 g Butter
80 ml Milch
300 g Zucker
4 Eier (getrennt)
1 Päckchen Backpulver
2 EL Zimt (gemahlen)
½ TL Muskat (gemahlen)
1 1/2 TL Nelke (gemahlen)
Zubereitung
Mehl, Backpulver und Gewürze mischen.
Butter mit dem Mixer aufschlagen, bis sie fast weiß ist. Zucker, Eigelb und Milch untermischen. Mit dem Mehl verkneten.
Ofen auf 175 Grad vorheizen.
Eiweiß zu Eischnee aufschlagen und unter den Teig heben.
Eine rechteckige Backform ausbuttern und mit Mehl ausschwenken. Teig einfüllen und die Form in den Ofen schieben. 45 Minuten bis eine Stunde backen.






Ich mag unscheinbare Kuchen, die man in Scheiben wie Brot abschneiden kann. Denen sieht man den guten Geschmack selten an. Mit Zimt ist sicher lecker.
in Alufolie eingeschlagen, nehmen wir 2 Scheiben solche Kuchen immer gerne auf unsere Ausfahrten mit.
Ich bin ein großer Fan von Gewürzkuchen. Zimt und Nelken mag ich sehr am Kuchen.
Ich liebe solche Kuchen – Danke schön
Gewürzkuchen muss nicht so arg sein, aber ich liebe Zimt und wenn dieser dominiert, dann sehr gerne.
Viele Grüße
@Buntköchin – Ich bin “Neu-Fan”, fand Kastenkuchen immer zu trocken. Aber dieser…. hmmm!
@lamiacucina – Gute Idee, zum Mitnehmen ist er ideal. Ob zwei Scheiben reichen werden?
@Isi – Ein Vorgeschmack auf Weihnachten, oder?
@Alissa – Gern! Kali Orexi!
@Petra – Muskat und Nelke schmeckt man kaum. Ansonsten kannst Du diese auch durch 2 EL Brandy ersetzen.
Das Rezept gefällt mir sehr gut, ich liebe so aromatische Kuchen.