Spoon Sweets werden in Griechenland, im Mittleren Osten und in Südosteuropa gern als Gastgeschenk mitgebracht oder Gästen zum Kaffee angeboten. Anstatt Blumen kauft man in der besten Konditorei im Orte ein Gläschen der Löffel-Süßigkeiten und beglückt die Gastgeber mit einem Zuckerschock.
Der englische Name ist ebenso geläufig wie das griechische γλυκο κουταλιου, daher verzichte ich auch hier die deutsche Übersetzung süße Löffel. Aber genau das bezeichnet die Süßigkeit:
Spoon Sweets sind kleine ganze Früchte wie Feigen, Aprikosen oder Kirschen oder Stücke größerer Obstsorten. Aber auch
Gemüse wird in Sirup eingelegt: Auberginen oder Tomaten. Da sie so süß sind, werden sie nur löffelweise genossen.
Die Herstellung ist nur auf den ersten Blick sehr simpel: Die verwendete Menge an Zucker hängt stark von der verwendeten Fruchtsorte ab. Die Flüssigkeit sollte sirupartig sein, eingedickt-flüssig und nicht fest wie Marmelade oder gar angebrannt. Nicht immer gelingt es, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Bevor die Früchte zu weich werden, können sie dem Sirup entnommen werden, bevor dieser weiter eingekocht wird.
Traditionell werden die Früchte in Sirup zu Kaffee gereicht, aber auch der Genuss zu Joghurt oder Eis als Dessert oder Nascherei zwischendurch ist üblich
In Hamburg setzen wir uns selten manierlich an den Kaffeetisch (daher gibt es hier auch so wenig Kuchenrezepte) und Fruchtstücke in zuckrigen Saft gehören generell nicht zu unseren Favoriten. Daher habe ich die Quitten mit einem Kartoffelstampfer cremig gestampft und wir essen sie zum Frühstück mit Joghurt oder als Marmelade auf Brot.
Zutaten:
6 Quitten
2 EL Zitronensaft
1 Granatapfel
600 ml Zucker
1 Lorbeerblatt
Zubereitung:
Quitten schälen und das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch in 1 cm große Würfel schneiden. In einer Schüssel mit einem EL Zitronensaft und Wasser bedecken.
Die Kerne aus dem Granatatapfel entfernen. Das geht am einfachsten, indem man die Frucht halbiert und Kerne und Saft in eine Schüssel auspresst. Die weißen Trennwände entfernen.
Qittenstücke abtropfen lassen, mit dem übrigen Zitronensaft und den Granatapfelkernen in einen Topf geben. Den Zucker einrühren.
Mit halb aufgesetzten Deckel erhitzen, bis die Quitte weich zu werden beginnt und die Flüssigkeit leise Bläschen schlägt (ca. 20 Minuten).
Das Lorbeerblatt dazu geben und nun ohne Deckel weitere 25 Minuten köcheln lassen. Die Temperatur erhöhen und die Masse so lange simmern, bis die Flüssigkeit sämig, aber nicht zu fest wird und die Qitten weich sind. Ab und zu umrühren, um ein Anbrennen zu verhindern.
Den Topf vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Das Lorbeerblatt entfernen und in Einmachgläser einfüllen.
Die Spoon Sweets halten sich einige Monate.







Ich muss ein wenig korrigieren: Die Übersetzung lautet nicht “Süße Löffel” sondern eher “Süßes/Kuchen für den Löffel”.
;-)
Mir ist was süßes auch viel lieber als Blumen… Kann ich also voll verstehen.
Das Foto sieht super aus, mir lief eben echt das Wasser im Munde zusammen.
Lecker, auf kleine Dinge stehe ich zur Zeit voll
Schön schaut dein Bild aus. Tolle Idee die Kombination aus Quitte und Granatapfel.
Schönes Gliko tou koutaliou. Der Granatapfel oben drauf sieht besonders schön aus.
@Lieblingsgrieche – Du hast mich gestern am Bartresen überzeugt und mit grammatikalischen Fachwissen beeindruckt.
@Barbara – Am liebsten beides!
@Gourmet – Herbstzeit ist Naschzeit? ;-)
@Isi – Meine erstes Quittenexperiment ging ganz schön in die Hose, deswegen bin ich besonders stolz auf diese Spoon Sweets. :-)
@Tobias – Leider ist die schöne Farbe des Granatapfels verkocht und das Kernchen strahlte nicht mehr so erfrischend pink.
Zuckerschock ist gesund in der dunklen Jahreszeit. Das macht glücklich!