
Zutaten
100 g Butter
90 ml Olivenöl
250 g Trahanas
500 ml heiße Hühnerbrühe
500 ml Ziegenmilch; erhitzt
250 g Feta; zerbröckelt
100 ml Olivenöl
100 g Kirschtomaten
100 g Kalamata-Oliven
250 g Rukola
Salz, Pfeffer
In meinem Vorratsschrank befinden sich schon lange süße und saure Trahanas, an deren Zubereitung ich mich bisher noch nicht wagte. Warum nicht? Weder wusste ich wie, noch fiel mir nur ein appetitanregendes Bild in die Hände und auch der vermeintlich säuerliche Ziegengeschmack schreckte mich ab.
Petra von Chili und Ciabatta war da wesentlich mutiger und probierte sich an diesem Rezept aus dem Kochbuch „real greek food“ von Theodore Kyriakou und Charles Campion, bzw. in ihrem Fall an der deutschen Ausgabe. Neugierig geworden, kochte ich es nun nach. Dabei hielt ich mich an die reduzierten Fettangaben von Petra – cremig wurde es auch mit weniger. Die Ziegenmilch kann man ruhigen Gewissens durch Kuhmilch ersetzen. Die Verwendung von Ziegenmilch ist historisch bedingt, neben dem salzigen Feta und dem aromatischen Tomaten-Oliven-Rukola kann sie sich geschmacklich nicht durchsetzen.
Trahanas mit Tomaten und Feta sind ein klassisches Gericht. Hier aber werden die Tomaten gesondert geschmort und erst kurz vor dem Servieren über die Trahanas gebeben. Das geschmorte Gemüse ist allein gegessen schon sehr lecker. Mit dem Trahanas harmoniert es perfekt. Optisch ist das Gericht so auch netter, da nicht ein rosa Klacks Brei auf dem Teller landet.
Geschmacklich schwer zu beschreiben, ist es auf jeden Fall ein interessantes, sättigendes Gericht für kalte Tage.
Zubereitung
Für trahanas, eine aus der Milch von Mutterschafen hergestellte Pasta, gibt es keinen Ersatz. Die Nudeln haben die Form und Größe von Reiskörnern und werden wie ein Mittelding zwischen Risotto und Couscous gekocht.
Die Hälfte der Butter in einem schweren Topf zerlassen und das Olivenöl zugeben. Die Trahanas bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten.
Die Brühe und die Ziegenmilch zugießen und bedeckt 15 Minuten köcheln. Gelegentlich umrühren.
Den Feta zugeben und weitere 10 Minuten garen, bis die Trahanas weich sind und die meiste Flüssigkeit absorbiert ist. Die Konsistenz sollte wie bei einem gut gemachten Risotto sein – nicht trockener. Abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen.
Vor dem Servieren die restliche Butter unterrühren. Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen, die Kirschtomaten und Oliven darin bei mittlerer Hitze 10 Minuten garen. Rucola zufügen, die sofort zusammenfällt. Die Tomatenmischung auf die Trahanas geben und servieren.






Trahanas habe ich noch nie in den Händen gehabt oder gegessen. kann mir gar nicht vorstellen, wie das ist. Ich versuche es mal, wenn es mir über den Weg läuft.
noch nie gesehen, interessieren würde es mich als pasta-Gericht schon.
Ich werde mich jetzt auch mal an der (rosafarbenen?) tomatigen Suppe versuchen, da mir der erste Versuch so gut gefallen hat.
@Buntköchin – Ich ringe nach Worten, aber es ist wirklich schwer zu beschreiben. Petra verglich Trahanas mit geschmelzten Spätzle, bei mir war es dazu zu breiig und säuerlich.
@Lamiacucina – Bevor Du enttäuscht wirst: Trahanas sind keine Pasta und schmecken auch nicht so. Von der Form erinnern sie mich an Knusper-Müsli.
@Petra – Ich bin auf das Foto gespannt ;-)
spannend. neu. wie so oft :)
Das ist mir ganz neu. Vielleicht finde ich es ja irgendwo…
@Isi – Ich glaube in Deutschland nur in Online-Shops, habe es zumindest noch nicht in realen Läden gesehen.
@Andreas – Danke, fühle mich gerade sehr geschmeichelt ;-)