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Aleppopepper

ist eine Chilliart, die nach der syrischen Stadt Aleppo benannt ist. Er schmeckt mäßig scharf, mit einer Kreuzkümmelnote und einem Hauch Essig. Er kann durch eine Mischung aus Paprikapulver und Cayennepfeffer (im Verhältnis 4:1) ersetzt werden.

Bergtee

Griechischer Bergtee (auch manchmal als Sheperd Tea zu finden) besteht aus den Blüten und Stielen der Sidertits-Pflanze. Der Name leitet sich vom griechischen sidéros, Eisen, ab und weist damit schon auf die Anwendungsbereiche in der Antike hin: Mit Umschlägen aus Bergtee wurden entzündete Wunden behandelt.

Die Pflanze mit den wollig beharrten Blättern ist hauptsächlich in der Balkan-Gegend beheimatet und wurde dort von den Bauer und Hirten der Gegen gesammelt und zu Tee aufgegossen. Er soll vorbeugend gegen Erkältungen helfen, Atemwegserkrankungen mildern und stimulierenden und eine beruhigend Wirkungen haben. Aufgrund ihres Aussehens und ihres Geschmacks wird die Pflanze häufig mit Salbei verwechselt.

Der Tee wird in ganzen Zweigen verkauft, die man in Stücke bricht, mit siedendem Wasser aufgießt und etwa drei bis fünf Minuten lang ziehen lässt. Er kann mit Honig oder Zucker gesüßt oder mit einer Stange Zimt verfeinert werden.

Feta

Seit 1997 darf nur noch in Salzlake gereifter Schafs- oder Ziegenkäse, der auf dem griechischen Festland und auf der Insel Lesbos produziert wurde, den Namen Feta tragen. Féta bezeichnet eine Scheibe oder ein Stück und bezieht sich auf das in Scheiben schneiden des Bruches während der Herstellung. Traditionell ist Feta ein reiner Schafskäse, doch inzwischen mischt man auch in Griechenland bis zu 30 Prozent Ziegenmilch bei. In Salzlake eingelegt, ist er bis zu einem halben Jahr haltbar.

Frappé

Ganz Griechenland ist verrückt nach Frappé und trinkt das aufgeschäumte Espresso Granulat eiskalt tagsüber zuhause, am Strand, im Caféhaus oder abends in der Bar. Bereits bei der Bestellung legt man den gewünschten Grad der Süße fest:

  • sketo: ohne Zucker
  • metrio: mittelsüß (ca. 1 TL Zucker)
  • gliko: sehr süß (2 – 3 TL Zucker)

“Me gala” bestellt man, wenn man seinen Frappé mit Milch trinken möchte.

Für die Zubereitung zuhause benötigt man einen Milchaufschäumer und hohe Gläser, die gewöhnlich für Saft oder Latte macciato benutzt werden. Nach Wunsch Zucker und 2 – 3 TL Nescafé Classic in das Glas geben und zwei fingerbreit kaltes Wasser auffüllen. Das Glas etwas schwenken, bis sich der Ansatz aufgelöst hat.

Mit dem Mixer nun vom Boden ausgehend die Masse schaumig rühren, bis der Schaum knapp mehr als die Hälfte des Glases füllt. Ein paar Eiswürfel dazu geben und mit eiskaltem Wasser das Glas auffüllen.

Erst zum Schluss kann mit etwas Milch oder Kondensmilch aromatisiert werden. Wird die Milch vorher dazu gegeben, schäumt die Kaffeemischung nicht genügend auf.

Graviera

Graviera aus Naxos ist ein griechischer Hartkäse aus Kuhmilch, sein Pendant aus Kreta wird aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt.

Graviera kann mit ein paar Früchten als Dessert serviert oder über Nudelgerichte gerieben werden. Auch zum Überbacken eignet sich der Käse.

Sollte kein Graviera zur Hand sein, kann er durch einen nicht zu würzigen Pecorino ersetzt werden.

Hilopites

Hilopites (χιλοπίτες) sind griechische Eiernudeln, die in kleine Rechtecke geschnitten werden. Häufig werden sie für Suppen oder Ofengerichte verwendet. Dabei garen die kleinen Nudelflecken meistens in Tomatensauce und nehmen deren Aroma auf.

Hilopites können leicht selbst hergestellt werden. Am leichtesten geht dies mit Hilfe einer Nudelmaschine. Die damit hergestellten Tagliatelle werden anschließend mit einem Messer in kleine Rechtecke geschnitten. Frisch schmecken sie am besten nur kurz in einer Gemüsesuppe gar gezogen.

Joghurt, griechischer

Einzigartig cremig wird er pur, mit Honig und Walnüssen oder auch Obst zum Frühstück gegessen, ist Hauptbestandteil des berühmten Tsatzikis und wird oft für Marinaden, Kuchen und Desserts verwendet.

Kaffee, griechischer

Griechischer Kaffee ist ein starker, fein gemahlener Kaffee, der in dem typischen Gefäß Briki mit Wasser, nach Geschmack auch mit Zucker, aufgekocht wird. Der Kaffeesatz wird nicht gefiltert, sondern verbleibt in der Tasse.

Kritharaki

Kritharaki, auch bekannt unter den  Namen Orzo oder Manestra, sind reisförmige Nudeln aus Hartweizengrieß. Aufgrund ihrer Form werden sie oft irreführend als Reisnudeln bezeichnet.

In der griechischen Küche sind die wichtige Bestandteils des Ofengerichts Jouvetsi (γιουβέτσι). Dabei werden sie gegen Ende der Garzeit zu dem Fleisch in die Casserole gegeben und in der Sauce mitgeschmort. Häufig werden sie auch mit Tomatensauce als Beilage serviert.

Mahlepi

Μαχλέπι ist das Gewürz aus den Kernen der Felsenkirsche. In der griechischen Küche wird es in Kuchen und Keksen zu Weihnachten und Ostern verbacken.

Mahlepi kann durch gemahlene Fenchelsamen oder Kardamom ersetzt werden.

Manouri

Manouri ist ein griechischer Weichkäse aus Ziegen- und Schafsmolke, ähnlich dem italienischen Ricotta. Er ist rindenlos und hat keine Bruchlöcher. Im Geschmack ist er milder als Feta und eignet sich daher nicht nur für Salate und zum Kochen, sondern auch für Desserts. Manouri ist in Deutschland in vielen Bio-Läden erhältlich.

Mastix/Mastiha

Der Rohstoff Mastiha gedeiht nur im Süden von Chios, einer Insel im östlichen Teil des ägäischen Meeres. Bereits seit der Antike wird die heilende und antiseptische Wirkung gerühmt. In der Küche findet es als Kristalle, die mit Hilfe eines Mörsers zerrieben werden, Verwendung.

Die Ernte beginnt im Juli jeden Jahres mit dem Einritzen der Rinde und dauert aufgrund mehrerer Schnitt-, Tropf- und Trockenperioden bis Oktober. In mühevoller Handarbeit werden die Harztränen gereinigt und weiter verarbeitet.

In Deutschland bekommt man Mastix ausschließlich im Internet.

Pastourma

Pastourma ist, ähnlich wie Pastrami, mit einer würzigen Paste aus Knoblauch, Kräutern und Bockshornklee gepökeltes Rindfleisch.

Spoon Sweets

In Sirup eingelegte Früchte, die in Griechenland, im Mittleren Osten, in den Balkanländern und Russland Gästen traditionell auf einem Löffel (daher der Name) zum Kaffee serviert werden.

Man kann die süßen Köstlichkeiten aber auch gut zu Joghurt zum Frühstück oder als Dessert servieren.

Tomatenpaste

Im Sommer werden die aromatischen Tomaten nicht nur frisch im berühmten Bauernsalat gegessen, sondern die gewiefte griechische Köchin sorgt auch für die kalte Jahreszeit vor. Die Tomaten werden eingekocht und anschließend in der Sonne oder im Ofen getrocknet. Im Glas mit einer Schicht Olivenöl bedeckt, wird die Paste konserviert und für viele Gerichte verwendet.

Trahanas

Schon in der Antike kannte man die Zubereitung von geschroteten Weizen zusammen mit Ziegenmilch, seltener mit Joghurt. Ursprünglich diente die Speise der Konservierung von übrig gebliebener Milch. Einige Hausfrauen stellen Trahanas auch heute noch selbst her. Dazu wird Sauermilch bei geringer Temperatur mit grob geschrotetem Weizen gekocht, bis ein nahezu schnittfester Brei entstanden ist. Dieser wird in Stücke geschnitten und an der Sonne getrocknet. Trahanas gilt als Arme-Leute-Speise und wird kaum in Restaurants angeboten. In Deutschland ist Trahanas in verschiedenen Online Shops erhältlich.

Ouzo

Spirituosen mit Anisaroma kennen alle Mittelmeeranreiner, wahrscheinlich schon seit der byzantinischen Zeit. In der Türkei trinkt man Raki, in Frankreich Pastis; Sambuca nennen es die Italiener und die Griechen haben ihren Ouzo.

Ouzo wird in der Regel in einer kleinen Karaffe, begleitet von Wasser und Eiswürfeln, auf den Tisch gestellt. Jeder bedient sich entsprechend seiner Vorliebe und trinkt ihn pur, auf Eis, mit Wasser oder auf Eis mit Wasser.In Griechenland wird Alkohol immer in Verbindung mit Essen gereicht. Ouzo bildet da keine Ausnahme. Auf einigen Speisekarten sind Ouzo-Mezedes zu finden. Das sind in der Regel besonders deftige, oft frittierte Vorspeisen, die man mit einem Ouzo genießt. Zu den bekanntesten Marken zählen Ouzo Plomari und Ouzo 12.

Zitronen

Viel und gern wird in der griechischen Küche mit Zitrone aromatisiert. Ein paar Tropfen über Souvlaki oder gekochtes Gemüse steuern eine frische Note bei.

Das berühmte Dressing Ladolemono wird aus Olivenöl und Zitronensaft hergestellt (Verhältnis 2:1) und zu Salaten und Gegrilltem gereicht.